Aktienmarkt

Positive Signale im Iran-Krieg treiben Kurse nach oben

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Bangkok Click Studio/Shutterstock.com

Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Mittwoch deutlich zugelegt. "Angetrieben wird diese Kursbewegung insbesondere von der Aussicht auf einen baldigen Vertrag zwischen den USA und dem Iran", so Andreas Lipkow, Marktanalyst bei CMC Markets. Die Ölpreise gingen deutlich zurück.

Der EuroStoxx 50 zog am Mittag um 2,5 Prozent auf 6.015 Punkte an. Außerhalb der Eurozone gewann der schweizerische SMI 2,2 Prozent auf 13.341 Zähler. Der Aktienmarkt in London kletterte um 2,2 Prozent auf 10.440 Punkte.

Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Krieg spiegelte sich in den Bewegungen der Einzelbranchen wider. Gefragt waren zyklische Sektoren wie etwa Auto-, Reise- und Baustoffwerte. Ölaktien rangierten dagegen mit deutlichen Verlusten am Ende des Feldes.

Technologietitel profitierten auch von starken Vorgaben aus den USA. Die hervorragenden Zahlen von AMD hinterließen im Halbleitersektor Spuren. So kletterte etwa ASML um 3,7 Prozent. Etwas bescheidender nahm sich dagegen das Plus von Adyen aus, die um ein Prozent zulegten. Die Analysten von Oddo BHF sprachen von Zahlen im Rahmen der Erwartungen.

Unter den ebenfalls gefragten Versicherungstiteln ragte Axa mit vier Prozent Aufschlag heraus. Der französische Versicherer hatte zum Jahresstart ein kräftiges Wachstum verzeichnet.

Pharmawerte gefragt, Mediensektor unter Druck

Im Pharmasektor war Novo Nordisk Primus. Die Kurserholung setzte sich nach überraschend starken Quartalszahlen und höheren Jahreszielen schwungvoll mit sechs Prozent Aufschlag fort.

Bei den Nahrungs- und Getränkeproduzenten setzte Diageo mit knapp fünf Prozent Aufschlag Akzente. Die Analysten von JPMorgan verwiesen auf den besser als erwarteten Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres. Das Geschäft in Europa, Mittel- und Südamerika und Afrika habe dazu maßgeblich beigetragen.

Für eine Enttäuschung im Mediensektor sorgten dagegen Wolters Kluwer. Im Rahmen der Erwartungen liegende Zahlen des niederländischen Informationsdienstleisters waren nicht in der Lage, die Sorgen über die Bedrohung des Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz zu zerstreuen. Die Aktie verlor 5,8 Prozent, womit sich das Kursdebakel fortsetzte. Seit Februar 2025 hat der Wert fast 70 Prozent verloren.

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