Sell in May ...
… and go away – ist eine der ältesten und bekanntesten Börsenweisheiten überhaupt. Doch gilt sie auch 2026? Trotz aller Turbulenzen notiert der S&P 500® nach einem Drittel des Jahres im Plus. Das ist schon mal eine gute Nachricht, denn wir haben untersucht, wie sich die US-Standardwerte von Anfang Mai bis Ende September entwickelt haben – und zwar unter der Prämisse, dass das Aktienbarometer per Ende April im Plus notierte. Auf Basis der Daten seit 1957 legte der S&P 500® von Mai bis September im Mittel um 1,02 % zu. Während die Performance in guten Aktienjahren mit einem Plus von 3,21 % deutlich stärker ausfällt, greift „sell in May“ vor allem in schwachen Aktienjahren. Schließlich fällt die Wertentwicklung dann mit -2,39 % sogar negativ aus. Offensichtlich hat die Trendkomponente einen deutlich größeren Einfluss auf die Performance als die saisonale Börsenweisheit. So spielt der Trend dem Faktor „Saisonalität“ in die Karten. Ein gutes Aktienjahr mildert die zyklischen Gefahren des klassischen „sell in May“ spürbar ab, wohingegen ein bis dahin ohnehin schwaches Aktienjahr die Risiken spürbar erhöht. Das beschriebene Verhaltensmuster kommt auch beim DAX® zum Tragen – mit einem entscheidenden Unterschied: die deutschen „blue chips“ notieren aktuell im Minus.
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S&P 500® (Daily)
Quelle: LSEG, HSBC² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart S&P 500®
Quelle: LSEG, tradesignal²
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