Hantavirus: Vier Deutsche zum Check in Frankfurter Uniklinik

Reuters · Uhr
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Berlin, 11. ⁠Mai (Reuters) - Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" sind vier Deutsche in der Uniklinik Frankfurt eingetroffen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte am Montag in Berlin, sie zeigten keine Symptome. Die Personen würden ‌im Laufe des Tages in ihre Heimat nach Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen gebracht. "Das Risiko schätzen wir für die Bevölkerung weiterhin als ⁠sehr gering ⁠ein." Die kommunalen Gesundheitsämter würden für die Betroffenen die Quarantäne anordnen und überwachen. "Momentan erwarten wir da, dass eine häusliche Quarantäne geben wird."

Der Transport werde von den Ländern und Kommunen organisiert, so der Sprecher des Gesundheitsministeriums weiter. Die Frankfurter Uniklinik teilte mit, die vier ‌Personen seien nach Mitternacht zur medizinischen Kontrolle ‌eingeliefert worden. Sie würden in einer spezialisierten Sonderisolierstation betreut. Der Transport sei reibungslos verlaufen. "Den untersuchten Personen geht es gut. Bislang haben sich keine Hinweise ⁠auf eine Erkrankung ergeben."

Die Evakuierung des vor der spanischen Insel Teneriffa ‌liegenden Schiffes steht vor dem Abschluss. ⁠Am Montagnachmittag sollten die beiden letzten Evakuierungsflüge in Richtung Australien und in die Niederlande starten. Bei dem Ausbruch waren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bislang acht Menschen erkrankt, sechs davon ‌nachweislich an dem Hantavirus. Unter den ⁠drei Todesopfern befand sich auch ⁠eine Deutsche. Die WHO empfiehlt für die von Bord geholten Passagiere eine Quarantäne von 42 Tagen.

Das Hantavirus ist ein weltweit verbreiteter Erreger, der vor allem von Nagetieren wie Mäusen und Ratten übertragen wird. Während Infektionen in Mitteleuropa oft mild oder sogar ohne Symptome verlaufen, können bestimmte Stämme im Ausland lebensgefährlich sein. Nur in seltenen Fällen kann das Virus von Mensch zu Mensch weitergegeben ⁠werden.

(Bericht von Christian Krämer. Redigiert von Hans BusemannBei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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