Düsseldorf, 11. Mai (Reuters) - Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS will dem Konkurrenten Rheinmetall im Ringen um die Werft GNYK nicht um jeden Preis die Stirn bieten. "Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu bezahlen", sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard am Montag. "Wir kommen ziemlich gut auch allein klar", fügte er hinzu. "Das ist eine Option, aber kein Muss", unterstrich er. Andererseits liege GNYK, eine Tochter des französischen Familienkonzerns CMN Naval, mitten im Gelände von TKMS und passe gut zum Unternehmen. "Wir könnten damit operativ sehr viel anfangen", sagte Burkhard. "Geld allein baut keine Schiffe."
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall ist deutlich größer als die auf U-Boote und Schiffe spezialisierte TKMS. TKMS hatte eine unverbindliche Offerte für GNYK eingereicht, Rheinmetall-Chef Armin Papperger zog nun nach. Er will die Werft, um das Marine-Geschäft von Rheinmetall auszubauen.
(Bericht von Matthias Inverardi und Christoph Steitz, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


