Immobilienfinanzierer pbb bestätigt nach Gewinneinbruch Ziele
München, 12. Mai (Reuters) - Der teure Rückzug aus den USA und die unsichere Wirtschaftslage haben die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) zum Auftakt des neuen Geschäftsjahrs belastet. Der Vorsteuergewinn brach im ersten Quartal auf sechs Millionen Euro von zuvor 28 Millionen Euro ein, wie der Immobilienfinanzierer am Dienstag in Garching bei München mitteilte. Das liege jedoch im Rahmen der Erwartungen.
Die pbb hatte sich erst 2017 auf den US-Markt gewagt und wegen der dortigen Immobilienkrise im Juni vergangenen Jahres die Reißleine gezogen. Im vergangenen Quartal konnte die Bank ihre faulen Kredite in den USA um ein Drittel von 900.000 Euro auf 600.000 Euro verringern. "Wir haben uns vorgenommen, in diesem Jahr auf alle Fälle 50 Prozent abzubauen", sagte Vorstandschef Kay Wolf. Dies geschehe, indem Forderungen veräußert und Immobilien verwertet würden. Die Volatilität in den Märkten erschwere genaue Vorhersagen.
"Zwar hat die wirtschaftliche Unsicherheit in Europa zuletzt weiter zugenommen. Wir sind aber gleichwohl gut in das zweite Quartal gestartet und bleiben zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen", sagte Wolf. Die pbb habe ihr Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung deutlich steigern können und verfüge über eine gut gefüllte Transaktionspipeline. Im Februar hatte die pbb ihre Ziele gesenkt und erwartet im laufenden Jahr einen Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro.
Das Neugeschäftsvolumen im Segment Real Estate Finance Solutions (REFS) stieg im ersten Quartal um knapp ein Fünftel auf 1,3 Milliarden Euro. Das Risikovorsorgeergebnis verbesserte sich auf minus zwei Millionen Euro von minus 26 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Kernkapitalquote (CET1-Quote) lag Ende März bei 13,4 Prozent. Mit einer Liquiditätsposition von 4,8 Milliarden Euro zum Quartalsende sei die Bank auskömmlich ausgestattet, erklärte die pbb.
(Bericht von Jörn Poltz, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


