Börsengang

Österreichischer Gasmotoren-Hersteller Innio will an die Nasdaq

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Der Eingang der Nasdaq in New York.
Quelle: Adobe.com/JHVEPhoto

Der österreichische Gasmotoren-Konzern Innio drängt im Sog des Rechenzentrum-Booms an die US-Technologiebörse Nasdaq. Mit der Einreichung des Registrierungsantrags bei der US-Börsenaufsicht SEC gab das aus Jenbach in Tirol stammende Unternehmen am Montagabend (Ortszeit) den offiziellen Startschuss für ‌einen voraussichtlich milliardenschweren Börsengang, der noch vor der Sommerpause erwartet wird. Medienberichten zufolge könnte das Unternehmen, das dem Finanzinvestor Advent und dem ⁠Staatsfonds von Abu ⁠Dhabi, ADIA, gehört, dabei mit 15 Milliarden Dollar bewertet werden. Advent hatte die damalige GE Jenbacher 2018 für 3,25 Milliarden Dollar vom US-Elektronikkonzern General Electric gekauft.

Organisiert wird der Börsengang von Innio von den US-Investmentbanken Goldman Sachs, JP Morgan und Morgan Stanley. Verkaufen könnte Advent nach ‌einem Bericht des "Handelsblatt" zunächst Aktien für 1,5 bis ‌2,5 Milliarden Dollar. Noch vor dem Börsengang soll das Unternehmen mit 5000 Mitarbeitern in eine niederländische Aktiengesellschaft (NV) umgewandelt werden. Der offizielle Hauptsitz ist mittlerweile München. ⁠Geführt wird Innio seit 2021 vom ehemaligen Osram-Chef Olaf Berlien.

Das Unternehmen profitiert ‌davon, dass Rechenzentren wegen des stark ⁠steigenden Bedarfs für die Künstlicher Intelligenz (KI) buchstäblich aus dem Boden schießen. Die Gasmotoren von Innio sind sowohl zur Stromerzeugung als auch zur Kühlung der Rechenzentren gefragt.

Im vergangenen Jahr hatte sich der Auftragseingang ‌daher auf 3,88 (2024: 1,35) Milliarden Dollar ⁠fast verdreifacht. Der Umsatz schnellte um ⁠22 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 54 Prozent auf 141,8 Millionen Dollar. In den ersten drei Monaten 2026 setzte sich die rasante Entwicklung fort: Der Auftragseingang lag mit 1,62 Milliarden Dollar über dem Wert des gesamten Jahres 2024. Der Umsatz stieg um 35 Prozent auf 668,6 Millionen Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda), das als Grundlage für die Bewertung gilt, lag bei 122,5 (114,0) Millionen Euro.

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