Wall Street

Nasdaq zieht vor Trumps China-Besuch wieder an

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Das Straßenschild der Wall Street
Quelle: Adobe.com/Péter Mács

An den New Yorker Börsen zeichnet sich am Mittwoch ein gemischter Start ab. Während der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China im Fokus der Finanzmärkte steht, gibt es zur Wochenmitte im Iran-Krieg zumindest keine weitere Eskalation. Der Ölpreis blieb auf hohem Niveau. Die Straße von Hormus bleibt weiter gesperrt.

Die Indikation des Brokers IG für den Dow Jones fällt zwar eine Stunde vor dem Auftakt um 0,3 Prozent auf 49.604 Punkte. Im Technologiesektor setzten die Anleger nach dessen Vortagskorrektur aber wieder auf KI-getriebene Werte. Die Indikation für den Nasdaq 100 liegt 0,6 Prozent höher bei 29.245 Zählern. Sinnbild dafür sind die Titel des Chipriesen Nvidia, die mehr als zwei Prozent höher gehandelt werden.

Die Fantasie im Tech-Sektor wird auch mit der hochrangigen US-Delegation begründet, die mit Präsident Trump nach in China reist. Neben dem Nvidia-Chef Jensen Huang sollen ihr auch Elon Musk von Tesla und Tim Cook von Apple angehören. Trump will bei seinem Besuch in Peking auf bessere Bedingungen für amerikanische Unternehmen drängen. Der Besuch gilt als wichtiger Test für das Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften.

Börsianern zufolge wird darüber hinaus darauf gehofft, dass die KI-Rally bei Unternehmen aus den Chip- und Speicherbranchen in Zeiten des knappen Angebots dieser Produkte noch mehr Aufwärtspotenzial bietet. Vorbörslich legten Aktien wie Intel, Micron oder Qualcomm wieder deutlich zu. Die für große Schwankungen bekannten Titel von Wolfspeed , in die seit Tagen schon neue Kursfantasie gekommen ist, schossen vorbörslich um fast 20 Prozent hoch.

Schwäche zeigen jedoch die in New York gehandelten Titel des chinesischen Internetkonzerns Alibaba , die vorbörslich um 1,6 Prozent fallen. Das Unternehmen musste seinen ersten operativen Verlust seit dem Höhepunkt der Covid-Pandemie vermelden - unter dem Umstand, dass massiv in die Künstliche Intelligenz investiert wird, von der sich die Chinesen den Antrieb für die nächste Wachstumsphase erhoffen.

Noch deutlicher mit 6,5 Prozent im Minus navigierten vorbörslich die Birkenstock-Aktien. Der deutsche Sandalenhersteller, dessen Aktien in New York gehandelt werden, enttäuschte Experten zufolge mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung im zweiten Geschäftsquartal. Luca Solca von Bernstein schrieb, die jüngsten Zweifel von Anlegern an der Aktie würden davon nicht ausgeräumt.

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