Nissan kann Belastungen durch Iran-Krieg begrenzen

Der japanische Autobauer Nissan rechnet trotz der ökonomischen und logistischen Folgen des Iran-Kriegs mit einem operativen Jahresgewinn von 200 Milliarden Yen (1,27 Milliarden Dollar). Der Konflikt werde das Ergebnis im ersten Halbjahr voraussichtlich mit weniger als 15 Milliarden Yen belasten.
Konzernchef Ivan Espinosa sagte am Mittwoch, Nissan könne trotz der kriegsbedingten Transportengpässe weiterhin gute Mengen in den Nahen Osten liefern. "Wir haben Routen gefunden, um Produkte auszuliefern", erklärte er.
Wegen des Konflikts erwarte der Autobauer im ersten Geschäftshalbjahr 2026/27 einen Absatzrückgang von rund 19.000 Fahrzeugen. Die finanziellen Auswirkungen wären damit deutlich geringer als beim weltgrößten Autobauer Toyota, der die Kosten des Iran-Kriegs für das laufende Geschäftsjahr in der vergangenen Woche auf etwa 4,3 Milliarden Dollar beziffert hatte.
Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 verzeichnete Nissan einen Gewinn von 58 Milliarden Yen. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge mit einem Verlust von 60 Milliarden Yen gerechnet, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 69,8 Milliarden Yen in den Büchern gestanden hatte. Für das laufende Jahr setzt Espinosa auf Kostensenkungen beim Einkauf und in der Produktion.




