Zugbauer Alstom will Auftragsabwicklung verbessern - schließt Kapitalerhöhung aus

Reuters · Uhr
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13. Mai (Reuters) - ⁠Anhaltende Probleme bei der Abwicklung von Großaufträgen bremsen den französischen Zughersteller Alstom aus. Zwar verbuchte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 einen Rekordauftragseingang von 27,6 Milliarden Euro, doch Verzögerungen bei der Umsetzung machten ‌die Zuwächse zunichte. Das bereinigte Betriebsergebnis blieb mit 1,17 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,18 Milliarden) stabil, die Marge verharrte bei 6,1 Prozent, ⁠wie das ⁠Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Konzernchef Martin Sion räumte ein, dass es bei der Ausführung wichtiger Aufträge zum Bau von Zügen zu Verzögerungen gekommen sei. Mit 4284 gefertigten Waggons verfehlte Alstom sein Produktionsziel.

"Unsere Priorität ist es, die Umsetzung von Aufträgen zu verbessern", ‌sagte Sion. Dazu zählten ein strengeres Projektmanagement ‌und eine bessere Koordination zwischen Technik, Lieferkette und Fertigung.

Finanzchef Bernard Delpit schloss eine Kapitalerhöhung aus. Die Kreditkennzahlen entsprächen den Zielen für 2026 und ⁠den Prognosen für 2027 sowie den Erwartungen der Ratingagentur Moody's, erläuterte ‌er. Zuvor hatten einige Anleger ⁠einen solchen Schritt befürchtet, nachdem die Aktien infolge der jüngsten Gewinnwarnung um 30 Prozent eingebrochen waren.

Alstom hatte seit Ende 2023 zwei Warnungen zum Barmittelzufluss herausgegeben, was bei Investoren Bedenken ‌hinsichtlich der Vertragsabwicklung, der Verschuldung ⁠und der Liquidität auslöste. Im ⁠April hatte der Konzern wegen der Projektprobleme seine dreijährige Cashflow-Prognose gestrichen und das Ziel für die operative Marge im Geschäftsjahr 2026/27 von zuvor acht bis zehn Prozent auf 6,5 Prozent gesenkt.

An der Börse sorgten die Nachrichten für Erleichterung: Die Alstom-Aktie legte 3,6 Prozent zu. Analysten von JPMorgan bezeichneten die Details als beruhigend.

(Bericht von Dimitri Rhodes und Matthieu Huchet, bearbeitet von ⁠Sabine Wollrab, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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