Kapitalerhalt steht über allem
Die bisherigen, theoretischen Ausführungen wollen wir im Folgenden mit einigen praktischen Beispielen veranschaulichen. Der Kapitalerhalt ist deshalb so wichtig, weil der Zusammenhang zwischen Gewinnen und Verlusten nich linear ist. Wer zunächst 10 % verliert und mit dem nächsten Trade 10 % gewinnt, der erreicht eben nicht das Niveau seines Ausgangskapitals. Vielmehr stehen fortan lediglich 99 % der ursprünglichen Investitionssumme zur Verfügung. Um einen „drawdown“ von 25 % auszumerzen, sind dann in der Folge bereits Kursgewinne von 33 % notwendig. Dieses Spiel lässt sich fortsetzen: Ein Anleger, der zunächst 50 % verliert, benötigt anschließend den berühmten „Verdoppler“, um wieder über sein volles Investitionskapital zu verfügen. Man kann das Ganze natürlich auf die Spitze treiben. Kursverluste in der Größenordnung von 90 % sind erst bei einem Plus von 900 % wieder egalisiert. Je tiefer der vorangegangene Einschnitt, desto schwerer fällt die anschließende Erholung bzw. desto mehr an Performance ist nötig, um das Ausgangsniveau wieder zu erreichen. Diesen Zusammenhang verdeutlicht nicht zuletzt die nebenstehende Grafik (Fortsetzung unten).
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DAX® (Daily)
Quelle: Eigene Darstellung
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
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