
Nach dem starken Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt geht es für den Dax am Freitag wieder abwärts. Der deutsche Leitindex verlor kurz nach dem Auftakt auf Xetra 0,85 Prozent auf 24.248 Punkte.
Im Iran-Krieg warten Anleger weiter auf eine Lösung, die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau und in Asien prägten vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen, insbesondere bei den stark gelaufenen Halbleiterwerten das Bild. Eher skeptisch betrachten die Anleger bislang auch das Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Peking.
Die Inflationsproblematik werde immer klarer und zum anderen verliefen die Gespräche zwischen China und den USA in Bezug auf die Importe von wichtigen KI-fähigen Halbleitern nicht so wie erwartet, erklärte Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets.
Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Freitag um 1,19 Prozent auf 31.514 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ein Prozent.
SAP setzen Erholungsversuch fort
Die Aktien von SAP setzen am Freitag ihren Erholungsversuch vom Tief seit April 2025 zur Wochenmitte fort. Dabei bauen die Papiere der Walldorfer ihr Vortagesplus im schwachen Marktumfeld um gut zwei Prozent aus.
Analyst Armin Kremser von der DZ Bank zog ein recht positives Fazit der Firmenmesse Sapphire: "SAP zieht seine Strategie durch: Man hat auf der Sapphire den Anspruch untermauert, die zentrale KI-/Datenplattform im ERP-Kern zu sein." ERP ist für viele Unternehmen die zentrale Steuerungseinheit. KI sei aktuell "vor allem ein Adoptionsthema und weniger bereits ein signifikanter Umsatztreiber", so Kremser.
Könne SAP in den kommenden Quartalen eine überzeugende KI-Adaption der Kunden vermitteln, würde dies auch die Verdrängungssorgen durch Künstliche Intelligenz in den Hintergrund rücken. Darunter hat die gesamte Softwarebranche in den vergangenen Monaten schwer gelitten.
Deutsche Bank senkt Ziel für Siemens Healthineers
Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Siemens Healthineers von 42 auf 38 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Für die Aktien dürfte eine überdurchschnittliche Kursentwicklung weiterhin schwierig bleiben, schrieb Falko Friedrichs in seinem am Freitag vorliegenden Kommentar. Selbst die gesenkten Ziele für das Geschäftsjahr 2026 bedürften einer klaren Belebung des Wachstums sowie der Margen. Der Analyst hält auch den Marktkonsens für das Ergebnis je Aktie 2027 für ambitioniert.
Die Aktien fielen in den ersten Handelsminuten um rund 0,5 Prozent.
(Mit Material von dpa-afx)
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