
Inflations- und Konjunktursorgen sowie fehlende Verhandlungsfortschritte im Nahen Osten haben den Dax am Freitag wieder deutlich unter Druck gesetzt. Zum Handelsende büßte der deutsche Leitindex 2,07 Prozent auf 23.950,57 Zähler ein. Damit rutschte er sowohl unter die 24.000-Punkte-Marke als auch unter die 200-Tage-Linie, die charttechnisch orientierten Beobachtern Hinweise auf den längerfristigen Trend gibt. Das Wochenminus beträgt trotz der Erholung der vergangenen zwei Tage 1,6 Prozent. Die Ölpreise zogen am Freitag kräftig an.
Katerstimmung bei den Anlegern
"Nach der Feiertagsrally rund um Christi Himmelfahrt macht sich zunehmend Katerstimmung breit", schrieb Marktanalyst Timo Emden. Die hohen Erwartungen an das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping hätten die Aktienkurse zunächst gestützt. "Nach dem Gipfel überwiegt jedoch die Enttäuschung über ausbleibende konkrete Fortschritte zur Beilegung des Iran-Konflikts."
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Technologieaktien geben nach
Gut gelaufene Technologie- und insbesondere Halbleiteraktien litten unter Gewinnmitnahmen. Im Dax büßten die Papiere des Chipherstellers Infineon 4,2 Prozent ein. Auch beim Chipindustrie-Ausrüster Aixtron im MDax und beim Waferhersteller Siltronic im Nebenwerte-Index SDax machten Anleger Kasse.
Papiere des Baustoffkonzerns Heidelberg Materials wurden als schwächster Dax-Wert mit minus 7,2 Prozent vor allem von Konjunktursorgen belastet. Dagegen stemmten sich die Aktien des Rückversicherer Munich Re mit plus ein Prozent gegen die jüngste Kursschwäche. Die Titel des Softwarekonzerns SAP konnten sich mit einem Anstieg um zwei Prozent weiter erholen und eroberten die Dax-Spitze.
Quartalszahlen des Mobilfunk- und TV-Zugangsanbieters Freenet kamen gut an: Die Papiere gewannen als einer der besten Werte im MDax 3,9 Prozent. Deutlich gesunkene Passagierzahlen brockten hingegen dem Flughafenbetreiber Fraport einen Kursrückgang von 4,7 Prozent ein. (mit Material von dpa-AFX)



