Kurzfristige Prognose auf Intermarket-Basis

Trading-Chance Gold: Korrekturwelle bis Monatsende?

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Einige Rohstoffe sind seit Monaten in aller Munde und stehen stark im Fokus der Anleger. Neben den Energie-Rohstoffen zählen dazu ganz sicher die Edelmetalle, und allem voran der Goldpreis. Nach zahlreichen Margin-Erhöhungen durch die Börse CME wurde der exzessiven Verteuerung schließlich Einhalt geboten und der Bullenrun gestoppt. Nach einer ersten Abwärtswelle und der anschließenden Erholung muss mit einer zweiten Abwärtsbewegung gerechnet werden. Erholungen zu shorten kann auch gerade jetzt wieder sehr lukrativ sein, wie wir in unserem heutigen Artikel zeigen.

Quelle: onvista

Seit Februar 2024 hat sich der Aufwärtstrend des Edelmetalls massiv intensiviert und ging schließlich im Herbst/Winter 2025 in eine fast senkrechte Bewegung über. Der Exzess konnte von der Börse CME nur durch aggressive Margin-Erhöhungen ausgebremst werden.

Exkurs Margin & Margin-Erhöhungen

Wer einen Terminkontrakt handeln möchte, muss eine Sicherheitsleistung erbringen, die sich Margin nennt. Die Höhe der Margin wird von der Börse (COMEX) festgelegt und wird erhöht, wenn die Risiken größer werden. Ob und wie stark die Risiken sich verändern wird anhand der Volatilität bemessen. Werden die Tagesschwankungen größer und es gibt Preissprünge über Nacht oder über das Wochenende, so erhöht die Börse die Margin. Denn der Zweck dieser Sicherheitsleistung ist es, Risiken für den Kunden, die durch wilde und starke Preissprünge entstehen können, abzufedern. Sie können das in etwa mit der Kaution für einen Leihwagen vergleichen, die Sie hinterlegen müssen, da eventuelle Schäden in Form von Kratzern oder ähnlichem entstehen können, während Sie das Fahrzeug nutzen. Nun können Sie sich ausrechnen, was passiert, wenn die Margin sich von ursprünglich 6500 Dollar auf 47.000 Dollar vervielfacht. Alle, die mit einem (zu) kleinen Konto unterwegs sind, müssen ihre Positionen liquidieren und können fortan nicht mehr in dem Markt handeln. Margin-Erhöhungen trocknen Trends aus!

Das wissen wir aus der Historie und es war bei den Edelmetallen bereits zu den Gebrüdern Hunt so. Damals hatten die besagten Brüder umfassende Spekulationen auf Silber laufen und suggerierten eine Verknappung, was den Preis senkrecht ansteigen hat lassen. Als die Börse die Margin massiv erhöht hatte, wurden die Brüder zu Zwangsliquidierungen gezwungen, und der Silberpreis brach zusammen. Im Chart sehen Sie diese wahnsinnige Entwicklung um das Jahr 1980 herum. Wir befinden uns relativ gesehen noch eher am Anfang der Normalisierung bei den Edelmetallen, die durch die angespannte geopolitische Lage auch noch etwas verzögert wird. Für uns ist aber ungeachtet des exakten Timings, um das es hier noch nicht geht, klar: bei derart hohen Margins und der historischen Erfahrung mit vergleichbaren Situationen bevorzugen wir es nach Jahren, in denen wir durchgängig Long im Gold waren, eher Erholungen für Shorteinstiege zu nutzen.

Silber beim Gebrüder Hunt Crash 1980
Quelle: www.silber.de

Warum funktionieren Intermarkets und vor allem wie?

Märkte bewegen sich nicht im luftleeren Raum und bilden Preise völlig zufällig. Zum Glück! Jeder Markt bewegt sich dabei aber nicht nur aufgrund von Angebot und Nachfrage, sondern hat andere Märkte als Einflussfaktoren, die auf den Preis wirken. So sind beispielsweise die Fleischmärkte (Live Cattle, Lean Hogs etc.) mit den Futtermitteln Mais und Sojamehl korreliert. Verteuern sich die Futtermittel, so wirkt sich dies zeitversetzt (und das ist wichtig zu wissen) meist auch auf den Fleischmarkt aus. Energie-Rohstoffe wirken auf zahlreiche andere Rohstoffe, da sie die Kosten für die Produktion und den Transport durch den Einsatz von Maschinen und Fahrzeugen verteuern oder verbilligen können. Und bei Gold haben wir einen direkten Einfluss der Zinsmärkte (Anleihen), da Gold unter anderem als „Hedge“ gegen Inflation gesehen und verwendet wird, die Inflation wiederum über die Zinspolitik gesteuert werden soll. Wichtig ist hierbei, zu verstehen, dass die Korrelationen fälschlicherweise meist 1:1 betrachtet werden. Tatsächlich aber wirken sie meist zeitversetzt. Wenn sich heute die Zinsen deutlich nach unten bewegen, dann kommt der Effekt in der Realwirtschaft erst deutlich zeitverzögert und auch nicht zwingend in vollem Umfang an. Und genau der Zeitversatz zwischen der Veränderung eines korrelierten Marktes und der Reaktion des Referenzmarktes ist unser großer Vorteil. Darauf basierend können wir intermarket-basierte Forecasts konstruieren, die uns eine grobe Orientierung für den künftig wahrscheinlichsten Marktverlauf geben. Die Wahrscheinlichkeiten für erfolgreiche Trades und besseres Timing schnellen dadurch in die Höhe.

Short bis Ende des Monats

Die Intermarkets zeigen kurzfristig gen Süden für das beliebte Edelmetall. Laut RW Forecast für den Vier-Stunden-Chart startet die Abwärtswelle am heutigen 15. Mai und geht in mehreren Wellen bis zum 28. Mai abends. Potenzielle Zukauf-Zeitfenster ergeben sich gemäß Intermarket-Prognose für den 18. Mai zwischen 12 und 16 Uhr, sowie am 21. Mai zwischen vier und acht Uhr früh. Bitte beachten und verstehen Sie, dass keine Prognose so präzise sein kann, dass jedes Fraktal eines Trends exakt so, wie prognostiziert, auch tatsächlich auftritt. Das Prognosemodell gibt uns eine grobe Orientierung hinsichtlich der künftigen Tendenz, und das mit einer Trefferquote von 75 Prozent. Das ist ein enormer Gewinnvorteil, doch von Perfektion ist es freilich weit weg.

Intermarket-Forecast für Gold mit Abwärtsprognose bis 28.5.
Quelle: www.tradingview.com

Fazit

Das Prognosemodell zeigt auf, dass zunächst und bis kurz vor Ende des Monats die kurze Seite die besseren Wahrscheinlichkeiten hat. Entsprechend bauen wir derzeit bei Erholungen primär Short-Positionen auf. Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir ein passendes Produkt ausgesucht, mit dem Sie an einer potenziellen Gold-Schwäche in der nahen Zukunft profitieren können. Nachfolgend stellen wir Ihnen das Produkt vor.

Open end Turbo Bear Optionsschein auf Gold

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 5226,847 Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 4579 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 7. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet UN5RY4.

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 5000 und 5400 USD

Unterstützungen: 3950 und 4400 USD

Open end Turbo Bear Optionsschein auf Gold

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

Das könnte dich auch interessieren

Dax Tagesrückblick 02.06.2026
KI-Fantasie treibt Dax an - Infineon legt erneut stark zu02. Juni · onvista
Jemand geht vor dem Dax-Logo vorbei.
Dax Tagesrückblick 01.06.2026
Dax gibt wegen Iran-Sorgen nach - SAP mit starkem Gewinn01. Juni · onvista
Dax gibt wegen Iran-Sorgen nach - SAP mit starkem Gewinn
Kolumne von Stefan Riße
Chat GPT, Gemini, Claude & Co. sind keine Portfoliomanagergestern, 15:32 Uhr · onvista-Partners
Chat GPT, Gemini, Claude & Co. sind keine Portfoliomanager
Dax Tagesrückblick 05.06.2026
Dax gibt nach US-Arbeitsmarktdaten nach - Gold unter Druck05. Juni · onvista
Das Logo des Dax.
Plus-Analysen
Kolumne von Stefan Riße
Chat GPT, Gemini, Claude & Co. sind keine Portfoliomanagergestern, 15:32 Uhr · onvista-Partners
Abseits von Gold und Silber
So holst du dir Platin und Co. ins Depot05. Juni · onvista