Pechmarie versus Glücksritter
Auf Basis der Daten seit Beginn des Jahrtausends haben wir für den DAX® ganz genau nachgerechnet. Wer über die vergangenen gut 26 Jahre immer in den deutschen Standardwerten investiert war, konnte sein Kapital mehr als verdreifachen. Die Anlegerin „Pechmarie“, die an den besten zehn Handelstagen nicht investiert war, hat indes lediglich einen Kursgewinn von 41 % erzielt. Der zuvor beschriebene Aspekt, wonach ein hoher „drawdown“ dem Zinseszins-Effekt entgegenwirkt, lässt sich im Chart nochmals sehr deutlich erkennen. Beim DAX® ohne die besten Handelstage dauert es bis 2024, ehe das Ausgangsniveau nachhaltig überschritten wird. Allerdings lässt sich diese statistische Spielerei auch andersherum durchführen. Sprich: Welches Gesamtergebnis ergibt sich unter dem Strich, wenn aus „Pechmarie“ eine Investorin à la „Glücksritter“ wird? Ohne die schlechtesten zehn Handelstage wäre der DAX® sogar auf 735 % des Ausgangsniveaus angestiegen. Die Performance fällt damit doppelt so hoch wie beim klassischen „Kaufen und Liegenlassen“ aus. Die Herausforderung ist das Timing. Wie lassen sich die besten/schlechtesten Handelstage erkennen? In Echtzeit ist das vermutlich eine unlösbare Herausforderung (Fortsetzung unten).
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DAX® (Daily)
Quelle: Eigene Darstellung
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
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