Konjunkturdaten

Deutsche Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit drei Jahren

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Viktollio/Shutterstock.com

Die deutschen Erzeugerpreise sind im April infolge des Ölpreisschocks durch den Iran-Krieg so stark gestiegen wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern - verlangten 1,7 Prozent ‌mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das war der höchste Anstieg seit Mai 2023. Von März auf ⁠April legten ⁠die Preise um 1,2 Prozent zu. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent gerechnet.

In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für ‌die allgemeine Inflation. Steigende Ölpreise infolge des ‌Iran-Kriegs haben die deutschen Verbraucherpreise im April mit 2,9 Prozent so stark steigen lassen wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Energie verteuerte sich im April ⁠auf Erzeugerebene um 2,0 Prozent zum Vorjahresmonat. "Durch die anhaltenden Kriegshandlungen im Iran ‌und Nahen Osten stiegen die Mineralölpreise ⁠besonders stark", betonten die Statistiker. Hier zogen die Preise um 35,5 Prozent an. Leichtes Heizöl verteuerte sich sogar um 57,6 Prozent. Wegen der Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ‌ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs ⁠abgewickelt wird, sind die Weltmarktpreise gestiegen. ⁠Erdgas kostete hingegen 3,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, während die Strompreise um 4,7 Prozent fielen.

Deutlich teurer wurden viele Vorleistungsgüter. Für Metalle wurden 9,1 Prozent mehr verlangt, für Edelmetalle sogar 63,6 Prozent mehr. Chemische Grundstoffe verteuerten sich um 3,2 Prozent. Düngemittel waren 8,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Nahrungsmittelpreise sanken hingegen um 2,5 Prozent. Deutlich billiger als im April 2025 waren Butter (-38,8 Prozent) und Schweinefleisch (-11,0 ⁠Prozent). Rindfleisch verteuerte sich dagegen um 9,0 Prozent.

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