Infineon-Rivale STM erhöht Ziele für Rechenzentrumssparte

Reuters · Uhr
Thema: KI
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Frankfurt/Danzig, 02. ⁠Jun (Reuters) - Der anhaltende Bauboom bei Rechenzentren füllt STMicro die Auftragsbücher. Der Infineon-Rivale hob am Dienstag seine Prognosen für das Geschäft mit Leistungshalbleitern für Server an. Zudem deutete Konzernchef Jean-Marc Chery auf einer Branchenkonferenz in Genf eine erneute Erweiterung des ‌Werks im französischen Crolles an. Die Entscheidung werde in den kommenden Monaten fallen. Im vergangenen Jahr hatte STMicro mehrere Tausend Stellen gestrichen und einige ⁠Werke stillgelegt.

Nach ⁠Angaben des französisch-italienischen Konzerns wird die Rechenzentrumssparte im laufenden Jahr wohl Erlöse von rund einer Milliarde statt "deutlich mehr" als 500 Millionen Dollar erwirtschaften. "Wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt, könnte sich der Umsatz 2027 verdoppeln." Bislang hatte STMicro für das kommende Jahr einen Wert "deutlich über" einer Milliarde Dollar vorhergesagt.

Bei Anlegern ‌kamen diese Aussagen gut an: STMicro-Aktien stiegen in ‌Paris um bis zu elf Prozent und waren mit 65,78 Euro so teuer wie seit knapp 26 Jahren nicht mehr. In ihrem Windschatten gewannen die Titel ⁠des Konkurrenten Infineon zeitweise mehr als sieben Prozent und markierten ein Rekordhoch von ‌86,12 Euro. Der europäische Technologie-Index erreichte mit ⁠1052,75 Punkten den höchsten Stand seit September 2000. "Halbleiter sind wohl kein traditioneller Technologiesektor mehr", sagte John Plassard, Chef-Anlagestratege der Privatbank Cite Gestion. "Sie entwickeln sich zur zentralen Infrastruktur der globalen Wirtschaft von morgen." Ein ‌Ende des aktuellen "Superzyklus" für die Branche ⁠sei nicht in Sicht.

Spezialchips zur Regulierung ⁠der Stromversorgung von Hochleistungsrechnern sind auch für Infineon ein wichtiger Wachstumstreiber. Das Münchner Unternehmen rechnet für 2025/2026 mit einer Verdoppelung der Erlöse auf 1,5 Milliarden Euro. Im darauffolgenden Geschäftsjahr dürften die Einnahmen auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Analyst Janardan Menon von der Investmentbank Jefferies hob wegen der starken Nachfrage und erwarteter Preiserhöhungen seine Gewinnprognosen und das Kursziel an. Er traut den Infineon-Papieren einen Anstieg auf bis zu 96 Euro zu.

(Bericht von ⁠Hakan Ersen und Nathan Vifflin, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen ‌und Märkte).)

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