Trading-Chance Nike: Nach Talfahrt wieder attraktiv?
Freitag in einer Woche startet bereits die Fussball-Weltmeisterschaft in USA, Kanada und Mexiko. Solche Ereignisse stellen nicht nur ein sportliches Kräftemessen dar, sondern sind auch eine gigantische Bühne zur Vermarktung für daran beteiligte Unternehmen. Umso interessanter sind daher Sportartikelhersteller, die Ausrüster mehrerer Teams sind. Eine besondere Präsenz ist seitens des Lokalmatadors Nike zu erwarten. Wir analysieren die Aktie und stellen eine Trading-Chance vor.

Wann immer ein großes, weltweit übertragenes Sport-Event ansteht, sollte man sich die Aktien der beteiligten Unternehmen genauer anschauen. Dort lauern Chancen, da diese Events stets eine große Bühne bieten und in der Vergangenheit immer wieder regelrechte Hypes entstanden um einzelne Brands. Heute schauen wir uns die Aktie von Nike genauer an und stellen eine entsprechende Trading-Chance vor.
Was macht Nike?
Nike produziert und verkauft weltweit Sportausrüstung, Bekleidung und Accessoires. Zu den Geschäftsfeldern gehören Athletic Footwear und Athletic Apparel, die Schuhe und Kleidung für eine Vielzahl von Sportarten und Freizeitaktivitäten umfassen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist Sports Equipment, das Sportgeräte und Zubehör wie Bälle, Schläger und Schutzausrüstung beinhaltet. Nike legt einen starken Fokus auf Innovation und Design in allen seinen Produktkategorien. Das Unternehmen ist zudem bekannt für seine Marketingstrategien und Sponsoring-Verträge mit Sportlern und Mannschaften auf der ganzen Welt. Zu den bekanntesten Produktlinien zählen Air Jordan und Nike Air Max. Nike betreibt auch die Tochtermarken Converse und Hurley, die sich auf Schuhe, Bekleidung und Zubehör außerhalb der Kernmarke spezialisieren.
Hausgemachte Probleme und die WM als Reanimation?
Nike hatte an der Börse in der jüngeren Vergangenheit mit einer Reihe von schwerwiegenden, hausgemachten Problemen zu kämpfen, die den Aktienkurs massiv belasteten und zu einer spürbaren Underperformance führten. Ein zentraler strategischer Fehler war die allzu radikale Fokussierung auf den direkten Online-Vertrieb an die Endkunden unter dem damaligen Management. Durch diesen Schritt wurden langjährige, etablierte Fachhändler und Kaufhausketten vernachlässigt oder gar gänzlich vor den Kopf gestoßen. Die Konsequenz war ein spürbarer Verlust an wertvoller Regalfläche im stationären Handel, die prompt von agilen, aufstrebenden Nischenmarken besetzt wurde. Gleichzeitig kämpfte der Branchenprimus mit einer Innovationsflaute im Kernsegment der Lauf- und Performance-Schuhe, während junge Konkurrenten wie On oder Hoka mit frischen Dämpfungstechnologien den Markt eroberten. Hohe Lagerbestände aus der Post-Corona-Zeit erforderten zudem massive Rabattaktionen, die an den Gewinnmargen zehrten, während eine hartnäckige Konsumschwäche auf dem extrem wichtigen chinesischen Markt die globalen Wachstumszahlen zusätzlich ausbremste.
Auf der ganz großen Bühne des Weltfußballs entbrennt nun jedoch ein gigantischer Dreikampf um die absolute Marktführerschaft, der dem US-Giganten pünktlich zum anstehenden Turnier als idealer Turnaround-Katalysator dienen kann. Bei der anstehenden Endrunde, die mit 48 teilnehmenden Nationen die größte aller Zeiten ist, zeigt sich eine bemerkenswerte Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Ausrüster-Segment. Der Hauptkonkurrent aus Herzogenaurach mit den drei Streifen hat sich für dieses Turnier die Spitzenposition gesichert und stattet insgesamt 14 Nationalmannschaften aus – darunter Schwergewichte wie Titelverteidiger Argentinien, Spanien und den Co-Gastgeber Mexiko. Der US-amerikanische Branchenführer folgt dicht dahinter auf dem zweiten Platz und schickt 12 Teams ins Rennen, kann dabei jedoch auf einen massiven Heimvorteil bauen. Mit den USA und Kanada befinden sich zwei der drei Gastgeber im eigenen Portfolio, ergänzt durch absolute Publikumsmagnete und Marketing-Garanten wie Brasilien, Frankreich und England. Die deutsche Nummer drei im Bunde, das Raubkatzen-Label aus Franken, lauert mit 11 ausgerüsteten Mannschaften (wie Portugal oder der Schweiz) nur haarscharf dahinter. Zusammen dominieren diese drei Branchenriesen das Turnier eindrucksvoll, indem sie 37 der 48 Teams einkleiden, während der verbleibende Rest des Teilnehmerfeldes sich auf kleinere Nischen- und Lokalmarken wie Marathon, Kelme oder Umbro verteilt. Für den strauchelnden Marktführer aus Oregon bietet diese Verteilung durch die enorme mediale Präsenz im nordamerikanischen Kernmarkt die perfekte Gelegenheit, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen und den Fokus der Konsumenten wieder voll auf die eigene Innovationskraft zu lenken.
Aktie im freien Fall – eine Chance!
Zugegeben: dieser Chart sieht wenig vertrauenserweckend aus. Seit Ende 2021, als der Kurs an der 180-Dollar-Marke gekratzt und dort sein bisheriges Allzeithoch markiert hatte, sinken die Notierungen der Aktie in einer Tour. Nun wurde mit einer beträchtlichen Kurslücke die horizontale Unterstützung bei 50 US-Dollar durchbrochen. Genau hierin sehen wir jedoch eine außergewöhnliche Chance. Wahrscheinlich lagen dort zahlreiche Stop-Losses, die mit dem Durchbruch ausgelöst wurden und den Aktienkurs verschärft auf Talfahrt schickten. Ein leichter Support befindet sich bei 38 Dollar. Diese Marke bietet sich für einen antizyklischen Kauf an. Prozyklisch ergeben sich Einstiegs-Chancen, wenn das Drei-Monats-Hoch bei 47,65 Dollar überwunden wird und wenn die Marke von 51,51 US-Dollar zurückerobert werden kann. Diese Trading-Chance ist spekulativ und richtet sich bewusst gegen den vorherrschenden Trend. Denn genau dann ergibt sich naturgemäß das größte Potenzial.

Marge niedrig, Bewertung durchschnittlich
Die Marge des Unternehmens ist in den letzten Jahren deutlich gesunken und bewegt sich inzwischen bei vier bis fünf Prozent. Die Börsenbewertung ist mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 30 leicht unter dem langfristigen Durchschnitts-KGV. Nachdem sich der Gewinn je Aktie seit 2024 von damals 3,73 auf nur noch 1,52 Dollar mehr als halbiert hat, erwartet das Unternehmen für die nächsten Jahre wieder bessere Ergebnisse. Bis 2029 will man den Profit wieder auf 2,77 Dollar je Anteilsschein verbessern. Das lässt prinzipiell wieder Fantasie aufkommen.
Fazit
Ein Value-Trade ist diese Trading-Chance ganz sicher nicht. Vielmehr handelt es sich um eine Spekulation auf einen Turnaround des Unternehmens, für den die Fussball-WM im eigenen Land das perfekte Sprungbrett sein könnte, wenn es Nike gelingt, sich attraktiv zu positionieren und zu präsentieren. Wir haben ein geeignetes Produkt ausgesucht, mit dem auch Sie an einem möglichen Comeback der Aktie partizipieren können. Nachfolgend stellen wir Ihnen das Produkt vor.
Open end Turbo Bull Optionsschein auf Nike
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bull Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 33,136 US-Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 45 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 3,55. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet UN6YNC.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 47,65 und 51,51 USD
Unterstützungen: 38 USD
Open end Turbo Bull Optionsschein auf Nike
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.



