Dax Tagesrückblick 03.06.2026

Leitindex rutscht unter 25.000 Punkte – USA drohen mit Zöllen

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Adobe.com/PhotoGranary

Belastet von zunehmenden Spannungen im Iran-Krieg und neuen Zolldrohungen der USA ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch eingeknickt. Der Dax fiel unter die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten um 1,3 Prozent auf 24.796 Zähler. Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen verlor 0,6 Prozent auf 32.736 Punkte.

Die Lage im Iran-Krieg bleibt unklar. US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Vorabend ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen Rahmenvertrag andauern. Aus dem Iran verlautete, dass seit Tagen keine Gespräche mehr stattfänden. In der Nacht auf Mittwoch lieferten sich beide Seiten die schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe. Die Ölpreise legten wieder zu.

Zudem drohten die USA 60 Volkswirtschaften neue Zölle an, weil sie Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen unter anderen die Europäische Union, Großbritannien, Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen zehn und 12,5 Prozent rechnen.

Der erneute Aufstieg auf Rekordhöhen werde für den Dax zunehmend beschwerlicher, schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Statt neuer Friedenssignale im Iran-Konflikt drückten Meldungen über militärische Eskalationen und frische US-Zolldrohungen die Stimmung. "Auf dem Weg zum Gipfel gleicht jede neue Belastung einem weiteren Stein im Rucksack der Anleger, während die Luft in der Nähe der Rekordstände immer dünner wird", resümierte der Experte.

Deutsche Bank mit Rücksetzer nach Investorenveranstaltung

Im Dax gehörten die Aktien der Deutschen Bank mit minus 3,6 Prozent zu den schwächsten Werten und kehrten an ihre 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend zurück.

Deutsche-Bank-Finanzchef Raja Akram deutete auf einer Investorenveranstaltung an, dass die Vorsorge für faule Kredite im zweiten Quartal wohl etwas über den Markterwartungen liegen dürfte.

Redcare gefragt – Ströer nach Analystenurteil schwach

Die Aktien von Redcare Pharmacy schnellten um 4,9 Prozent nach oben. Wie die "Pharmazeutische Zeitung" berichtet, beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch die vereinbarte Honorarerhöhung für Apotheken. Ab Juli werde das Fixum nun auf neun Euro steigen und zum Jahreswechsel auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte Höhe von 9,50 Euro, hieß es.

Die Papiere von Ströer sackten um 5,0 Prozent ab, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien von "Neutral" auf "Sell" abgestuft hatte. Das Verbraucherumfeld in Deutschland trübe sich ein, was das Geschäft mit Außenwerbung bremsen dürfte, schrieb Analyst James Tate.

Er geht zwar davon aus, dass Ströer weitere Marktanteile gewinnt, wurde zunächst aber zurückhaltender für den Geschäftsverlauf.

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(mit Material von dpa-AFX)

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