Dax erholt sich von Vortagesverlusten - Softwaretitel gefragt

Von seinem schwachen Vortag hat sich der Dax am Donnerstag etwas erholt. Die KI-Rally geriet allerdings etwas ins Stocken. Mit Broadcom überzeugte in den USA eine der KI-Größen beim Ausblick nicht ganz. Dies belastete Halbleiterwerte auch hierzulande. Die Lage im Iran-Krieg bleibt derweil undurchsichtig.
In den Gesprächen über ein Ende des Iran-Kriegs hat die Hängepartie ohne konkrete Neuigkeiten Bestand. Bekannt wurde, dass das US-Repräsentantenhaus für den Abzug des Militärs gestimmt und damit den politischen Druck auf Präsident Donald Trump erhöht hat. Der Fokus an der Nasdaq lag daher ganz klar auf Broadcom und der Enttäuschung, dass der Chipkonzern seinen KI-bezogenen Ausblick für dieses und das kommende Jahr nicht erhöhte.
Auch dank hoher Kursgewinne der schwer gewichteten SAP-Aktien nahm der Dax zeitweise Kurs auf die Marke von 25.000 Zählern und ging am Ende des Tages mit einem Plus von 0,48 Prozent bei 24.916 Punkten aus dem Handel.
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Chipwerte schwach
Halbleiterwerte zollten ihrer jüngsten, vom KI-Sektor getriebenen Rally Tribut. Infineon-Aktien etwa verloren am Dax-Ende knapp vier Prozent. Sie sind mit einem Plus von 120 Prozent im laufenden Jahr aber noch immer der mit Abstand stärkste Dax-Wert.
SAP-Aktie Tagesgewinner im Dax
Vorne im Dax legten SAP-Aktien um knapp sechs Prozent zu. Wie oft in jüngster Vergangenheit, sind Software-Titel gefragt, wenn im Halbleitersektor Verluste verbucht werden. Marktteilnehmer setzten nach den Halbleiteraktien auf die Renaissance der Cloud-Anbieter und Softwareunternehmen, kommentierte Experte Andreas Lipkow von CMC Markets.
Nemetschek-Aktie legt acht Prozent zu
Von der allgemeinen Stärke der Softwaretitel profitierten heute besonders die Aktien von Nemetschek. Mit einem Zugewinn von knapp acht Prozent war die Aktie stärkster Wert im HDAX.
(mit Material von dpa-AFX)



