Almonty: Wandelanleihe drückt den Kurs – Wolfram bleibt spannend
Almonty Industries verliert in der Vorbörse fast zehn Prozent. Der Grund: Das Unternehmen hat eine Wandelanleihe über 700 Millionen Dollar ausgegeben. Dabei ist die Wolfram-Investmentthese weiterhin intakt – die Preise sind von rund 400 auf über 3.000 Dollar je Tonne gestiegen.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Almonty Industries ist einer der größten Wolframproduzenten außerhalb Chinas. China dominiert den Wolframmarkt mit einem sehr hohen Marktanteil, weshalb westliche Wolframproduzenten strategisch bedeutsam sind.
Die Wolframpreise haben sich in kurzer Zeit vervielfacht: von rund 400 Dollar je Tonne auf über 3.000 Dollar je Tonne. Das ist der Hauptgrund, warum die Almonty-Aktie in den vergangenen Monaten stark zugelegt hat und einen intakten Aufwärtstrend zeigt.
Der heutige Rückgang hat einen konkreten Auslöser: Almonty hat eine Wandelanleihe über 700 Millionen Dollar begeben. Solche Kapitalmaßnahmen bedeuten potenziell eine Verwässerung der bestehenden Aktionäre und werden vom Markt typischerweise zunächst negativ aufgenommen.
Charttechnik
Der Rücksetzer führt die Aktie in Richtung des Unterstützungsbereichs um 14 Euro. Das ist ein Niveau, das charttechnisch interessant wäre für einen eventuellen Einstieg. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist durch die Wandelanleihe allein nicht gebrochen.
Martins Einschätzung
Die Wolfram-These bleibt überzeugend: knappe Versorgung außerhalb Chinas, steigende Preise, geopolitische Relevanz. Die Wandelanleihe ist der klassische kurzfristige Belastungsfaktor. Sollte die Aktie in den Bereich um 14 Euro zurückkommen, wäre das für mich ein potenziell interessantes Einstiegsniveau.




