Lululemon: Prognosekürzung – ich halte mich vorerst fern
Lululemon verliert in der Vorbörse rund elf Prozent. Das Unternehmen hat die Jahresprognose sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich gesenkt. Nordamerika bleibt das Kernproblem, während China mit plus 20 Prozent weiter wächst.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Lululemon hatte für das laufende Geschäftsjahr 2026 ursprünglich einen Umsatz zwischen 11,3 und 11,5 Milliarden Dollar erwartet. Diese Prognose wurde nun auf 11 bis 11,15 Milliarden Dollar gesenkt – unter die untere Grenze der bisherigen Spanne. Der Marktkon sens lag bei 11,48 Milliarden. Die Lücke zum Konsens ist erheblich.
Das Nordamerika-Geschäft ist der Hauptbelastungsfaktor. Die Schwäche des US-Konsumenten trifft das Premium-Sportmodunternehmen direkt. Lululemon erzielt den Großteil seines Umsatzes in Nordamerika.
Im Kontrast dazu entwickelt sich das China-Geschäft weiterhin gut. Das Unternehmen geht für das Gesamtjahr von einem Umsatzwachstum von rund 20 Prozent in China aus. Das reicht jedoch nicht aus, um die Nordamerika-Schwäche zu kompensieren.
Charttechnik
Die Aktie dürfte heute unter dem Tief aus dem vergangenen Monat eröffnen – ein klar negatives charttechnisches Signal. Wer hier einsteigen möchte, sollte abwarten, bis sich der Kurs stabilisiert hat.
Martins Einschätzung
Eine Prognosekürzung auf dieses Ausmaß – deutlich unter dem Konsens – ist ein starkes negatives Signal. Nordamerika-Schwäche und eingetrübte Verbraucherstimmung in den USA sind kein kurzfristiges Problem. Ich halte mich bei Lululemon vorerst fern.




