Alphabet kauft Rechenleistung bei SpaceX für 30 Milliarden Dollar
Alphabet hat mit SpaceX einen Compute-Vertrag über bis zu 30 Milliarden Dollar abgeschlossen. Von Oktober 2026 bis Juni 2029 zahlt Google 920 Millionen Dollar pro Monat für 110.000 Nvidia-GPUs plus weitere Infrastruktur. Der Vertrag ist flexibel: Kündbar mit 90 Tagen Frist.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Die Laufzeit des Vertrags beginnt im Oktober 2026. Bis Ende des Jahres – also drei Monate – sind die Zahlungen erst einmal gesetzt, danach können beide Seiten mit 90 Tagen Vorlaufzeit kündigen. Alphabet baut selbst massiv aus, kauft aber gleichzeitig extern Kapazität dazu. Der Grund: Es gibt schlicht nicht genug freie GPU-Kapazität auf dem Markt. Alles, was verfügbar wird, wird sofort aufgenommen.
Der Ansatz ist klar strategisch: Alphabet will eine Überkapazität auf der eigenen Bilanz vermeiden. Wer selbst ausbaut, aber gleichzeitig Kapazitäten mietet, kann die eigene Auslastung besser steuern. SpaceX würde den Vertrag nur kündigen, wenn der vereinbarte Preis von 920 Millionen Dollar im Monat zu niedrig wäre – ein Zeichen dafür, wie knapp GPU-Kapazität aktuell ist.
Charttechnik
Alphabet hat nach einer Phase der Konsolidierung die Voraussetzungen für weiteres Potenzial. Positiv ist das klare Bekenntnis zum KI-Investitionsplan. Für mich bietet sich hier eine ähnliche Ausgangslage wie bei anderen Hyperscalern.
Martins Einschätzung
Der Vertrag zeigt, wie ernst die Hyperscaler den KI-Wettbewerb nehmen: 920 Millionen Dollar pro Monat für externe Rechenleistung – zusätzlich zum eigenen Ausbau. Alphabet bleibt für mich ein überzeugender KI-Wert. Die Flexibilität des Vertrags zeigt außerdem, dass das Management nicht blind investiert, sondern klug strukturiert.




