
Die jüngste Talfahrt des Dax dürfte sich am Montag wegen schlechter globaler Vorgaben und der wieder eingetrübten Lage im Nahen Osten nochmals etwas verschärfen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor dem Xetra-Start 1,2 Prozent tiefer auf 24.462 Punkte.
Er wird damit wohl deutlich unter die 21-Tage-Linie fallen, die aktuell bei 24.700 Zählern verläuft. Die Gewinnmitnahmen an den US-Börsen hatten sich am Freitagabend nach dem US-Arbeitsmarktbericht beschleunigt und dies spiegelte sich zu Wochenbeginn auch im asiatischen Handel wider - vor allem an den technologielastigen Börsen in Tokio, Taiwan und Südkorea, die zuletzt stark von KI-Fantasie profitiert hatten. "Wenn sich der heißeste Tummelplatz plötzlich in eine hektische Fluchtsituation verwandelt, bleibt das den Händlern nicht verborgen", erklärte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management.
USA: Zinsängste belasten Kurse
Die am Mittwoch schon eingeleitete Gewinnmitnahmen-Welle bei den heißgelaufenen US-Tech-Aktien hat zu Wochenschluss ein lange nicht gesehenes Ausmaß angenommen. Befeuert wurde die Bewegung von einem soliden Jobbericht, der die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank Fed demnächst ihren Leitzins erhöhen wird.
Der von Technologie geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 verbuchte am Freitag mit einem Abschlag von rund fünf Prozent den größten Tagesverlust seit April 2025, als die Märkte gerade den Schock über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump verarbeiteten. Er durchbrach die 30.000- und die 29.000-Marke nach unten und erreichte den tiefsten Stand seit mehr als zwei Wochen. Aus dem Handel ging der Nasdaq-Index bei 28.958 Punkten.
Relativ stark mit nach unten gezogen wurde auch der marktbreite S&P 500, der etwa drei Prozent auf 7.384 Punkte verlor. Wie schon zuletzt schlug sich der Dow Jones Industrial besser, der eher Standardwerte abbildet. Er konnte sich der Marktlage mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 50.867 Punkte aber auch nicht entziehen. Die Wochenbilanz des Dow ist moderat negativ, während der Nasdaq 100 rund 4,5 Prozent verlor.
Asien: Deutliche Verluste
In Asien haben die wichtigsten Börsen wegen der erneuten Eskalation im Nahen Osten, des steigenden Ölpreises und Sorgen über den Fortgang der KI-Rally kräftig nachgegeben. Besonders deutlich waren die Verluste in Japan und Südkorea. Dort hatten die Indizes in den vergangenen Wochen wegen eines Höhenflugs der Technologieaktien besonders stark zugelegt. In Tokio gab der japanische Leitindex Nikkei 225 im späten Handel vier Prozent nach. Der südkoreanische Index Kospi gab zuletzt rund sechs Prozent nach.
Renten
Devisen
Rohöl
Umstufungen von Aktien
- BERENBERG SENKT ZIEL FÜR VULCAN ENERGY RESOURCES AUF 4 (4,10) EUR - 'BUY'
- GOLDMAN SENKT EVONIK AUF 'NEUTRAL' (BUY) - ZIEL 19 (20) EUR
- GOLDMAN SENKT SYMRISE AUF 'NEUTRAL' (BUY) - ZIEL 79 EUR
- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR BASF AUF 63 (65) EUR - 'BUY'
- JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR JUNGHEINRICH AUF 34 (43) EUR - 'BUY'
- JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR KION AUF 45 (56) EUR - 'HOLD'
- UBS HEBT PORSCHE AG AUF 'BUY' (NEUTRAL) - ZIEL 60 (40) EUR
(mit Material von dpa-AFX)
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