Dax Tagesrückblick 08.06.2026

Dax verringert Verluste - Chip-Werte erholen sich

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Quelle: peterschreiber.media/Shutterstock.com

Der Dax hat zum Wochenauftakt moderat nachgegeben. Dank einer Erholung der Tech-Werte an der Wall Street dämmte der deutsche Leitindex die Verluste im Handelsverlauf aber merklich ein. Letztlich büßte er 0,58 Prozent auf 24.616 Punkte ein, zuvor sackte er um bis zu 1,3 Prozent ab. Damit rutschte er unter die 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen ging 1,05 Prozent tiefer mit 32.125 Zählern aus dem Handel.

Am vergangenen Freitag sorgte ein unerwartet robuster US-Arbeitsmarktbericht für einen massiven Abverkauf vor allem bei den Technologiewerten, die nun zu Wochenbeginn aber wieder spürbar zulegten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar vom Broker ActivTrades. Stattdessen spekulieren die Anleger über einer Zinserhöhung der US-Notenbank, auch die Europäische Zentralbank könnte bereits am Donnerstag den Leitzins anheben.

Minus fünf Prozent
Drei Gründe: Warum Tech-Aktien am Freitag so abrutschten08.06.2026 · 13:42 Uhr · onvista
Der Eingang der Nasdaq in New York.

Zudem belastete die erneute Eskalation im Krieg zwischen dem Iran und Israel. Beide Länder überzogen sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit heftigen Angriffen. Damit drohten die Hoffnungen auf eine von US-Präsident Donald Trump angestrebte Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zunichtegemacht zu werden. Der Iran kündigte am Nachmittag an, die Angriffe wieder einzustellen. Trump versicherte, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde.

Chip-Aktien stabilisieren sich

Die angespannte Lage in Nahost sorgte bei Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor für Verluste. Die Papiere von Airbus, Tui und Lufthansa verzeichneten Abschläge von etwas mehr als einem Prozent. Die zinssensiblen Immobilienwerte wurden aufgrund der zunehmenden Zinsangst am meisten gemieden. So verbuchten die Aktien von Vonovia, TAG, Aroundtown und LEG Kursabschläge zwischen 2,2 und 6,6 Prozent.

Nach dem jüngsten Ausverkauf unternahmen die Papiere aus dem Halbleitersektor einen Stabilisierungsversuch. Infineon stiegen als Dax-Spitzenreiter um rund zwei Prozent, nachdem sie zuletzt unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten und um bis zu 16 Prozent von ihrem zuletzt erreichten Hoch seit dem Jahr 2000 abgesackt waren. Die Titel der Chipausrüster Aixtron, Siltronic und PVA Tepla gewannen zwischen 3,6 und 4,7 Prozent.

Die Chemiewerte litten unter einer Analystenstudie. Lanxess als MDax-Schlusslicht verbuchten Abgaben von 5,9 Prozent, BASF von 3,9 Prozent. Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs hatte einige Branchenaktien abgestuft, da sie einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche befürchtet.

Die Aktien von CTS Eventim büßten 4,6 Prozent ein. Die Investmentbank Exane BNP hatte die Titel des Ticketvermarkters und Veranstalters auf "Underperform" abgestuft. Die Titel der Porsche AG reagierten mit einem Kursplus von 2,6 Prozent auf eine Kaufempfehlung der UBS. Der Turnaround des Sportwagenbauers zu alter Stärke dürfte zwar noch Jahre dauern, jetzt sei allerdings der richtige Zeitpunkt zum Einstieg gekommen, schrieb Analyst Patrick Hummel.

Gold rutscht weiter ab

Der Euro legte etwas zu. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1543 US-Dollar. Das war etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1540 (Freitag: 1,1640) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8665 (0,8591) Euro. Ein wenig gestützt wurde der Euro durch die Einstellung der gegenseitigen Angriffe des Iran und Israels.

Der Preis für Gold knüpfte an die Verluste zum Wochenausklang an. Zum Handelsschluss in Frankfurt am Montag verlor Gold je Feinunze (31,1 Gramm) 0,4 Prozent auf 4.328 US-Dollar. In den Vorwochen hatte sich der Kurs eng an der Marke von 4.500 Dollar orientiert. Am Freitag jedoch rutschte das Edelmetall deutlich mit den Börsen ab, und behielt die Abwärtstendenz am Montag bei.

(mit Material von dpa-AFX)

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