Marvell: Aktie könnte Tief bereits erreicht haben
Marvell wurde am Freitag im großen KI-Abverkauf mit minus 16,7 Prozent stark getroffen. Jetzt steigt die Aktie in den S&P 500 auf. Kombiniert mit der These, dass Marvell der nächste große Anbieter im Custom-KI-Chip-Bereich ist, könnte das gestrige Tief der Ausgangspunkt einer Erholung sein.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Marvell wird in den S&P 500 aufgenommen – ein strukturelles Kaufsignal für alle passiv verwalteten Indexfonds. Gleichzeitig hatte Jensen Huang auf einer großen Konferenz erklärt, Marvell könnte der nächste bedeutende Anbieter im Bereich KI-Custom-Chips werden. Diese Aussage hatte in den vergangenen drei Handelstagen eine Kursbewegung von rund 50 Prozent ausgelöst – bis der Freitagsabverkauf die Dynamik brach.
Das KGV liegt für das nächste Jahr bei 65 – die Aktie ist damit weiterhin hoch bewertet. Der Abverkauf hat die Bewertung aber zumindest etwas entspannt.
Charttechnik
Die sechs aufeinanderfolgenden Gewinntage wurden am Freitag deutlich unterbrochen. Die Kombination aus S&P-500-Aufnahme und der Ausgangsbasis nach dem Freitagsrücksetzer macht das aktuelle Niveau für mich zu einem potenziellen Boden. Ich erwarte eine zügige Erholung über die 300-Dollar-Marke.
Martins Einschätzung
Ich hätte Marvell gerne auf niedrigeren Niveaus ins Portfolio genommen – das war leider nicht möglich. Die S&P-500-Aufnahme kombiniert mit der Jensen-Huang-These ist aber ein starkes Doppelsignal. Wer Marvell noch nicht hat, sollte die aktuelle Schwäche zumindest beobachten – ein erneuter Test tieferer Niveaus wäre mein Wunschszenario für einen Einstieg.




