Gold: Fallende Dreiecksformation, saisonale Chance
Der Goldpreis zeigt seit dem Iran-Krisenhoch eine fallende Dreiecksformation. Der Kurs testet aktuell die Unterstützungszone. Auf dem großen Bild – monatlich betrachtet – liegt Gold beim 30-Prozent-Retracement der Aufwärtsbewegung seit Oktober 2022. Saisonal spricht das für einen Einstieg.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Dass Gold seit dem Iran-Krisenhoch fällt, irritiert viele: Normalerweise steigt Gold in geopolitischen Krisen. Hier ist es anders – der Preis hat genau an diesem Hochpunkt gedreht.
Die aktuelle Dreiecksformation ist charttechnisch ein Warnsignal: Der Kurs ist dabei, die untere Unterstützungslinie nach unten zu verlassen. Das wäre ein kurzfristig negatives Signal.
Auf dem Monatschart sieht das Bild aber anders aus. Von den Tiefs im Oktober 2022 hat Gold eine lange, dynamische Aufwärtsbewegung hingelegt. Das aktuelle Niveau von rund 4.300 Dollar entspricht einem 30-Prozent-Retracement dieser Bewegung – also einem typischen, gesunden Korrekturbereich.
Charttechnik
Das kurzfristige Bild ist angespannt. Die entscheidende Frage ist, ob die Unterstützungszone hält. Hält sie, bietet sich hier eine gute Ausgangsbasis für neue Positionen. Bricht sie, droht eine weitere Abwärtsbewegung.
Martins Einschätzung
Saisonal ist Gold gerade in einer Phase, die historisch gute Einstiegsgelegenheiten liefert. Die Kombination aus großem Retracement-Level und saisonaler Unterstützung spricht für einen vorsichtigen Einstieg. Wer konservativer agiert, wartet auf den Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben.



