Uniper-Betriebsräte trommeln für Börsengang

Reuters · Uhr
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Düsseldorf, 09. ⁠Jun (Reuters) - Die Betriebsräte des verstaatlichten Energiekonzerns Uniper haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen einen Verkauf des größten deutschen Gaskonzerns gewandt und einen Börsengang gefordert. Ein ‌Börsengang sei der einzig verantwortungsvolle Weg, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Aufruf der Konzernbetriebsräte. Nur er ⁠garantiere ⁠den Erhalt des Unternehmens als Ganzes, die Wertschöpfung, Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie die Interessen des Bundes, die Energiewende nachhaltig zu gestalten.

Der Bund will den in der Energiekrise 2022 verstaatlichten Konzern wieder reprivatisieren. Der Weg - ‌Börsengang oder Verkauf - ist offen. ‌Bis zum 12. Juni sollen sich Interessenten melden. Die kanadische Investmentgesellschaft CPPIB und die EPH-Holding des tschechischen Milliardärs Daniel ⁠Kretinsky dürften Insidern zufolge in das Rennen einsteigen. Interesse ‌hätten auch der norwegische ⁠Öl- und Gaskonzern Equinor und der französische Energieriese TotalEnergies Einige Interessenten hätten nur Teile der Geschäfte im Blick. Hierzu gehörten die Beteiligungen an Atomkraft- ‌und Wasserkraftwerken in Schweden.

INSIDER: ⁠EINIGE INTERESSENTEN HABEN NUR ⁠TEILE IM BLICK

"Der Verkauf an strategische Investoren birgt das Risiko einer Zerschlagung", erklärten die Betriebsräte. Mögliche neue Mehrheitseigentümer könnten sehr schnell Unternehmensteile veräußern, Aktivitäten neu ausrichten oder sich auf einzelne Geschäftsfelder konzentrieren. "Eine Minderheitsbeteiligung des Bundes allein bietet keinen verlässlichen Schutz vor solchen Entwicklungen."

(Bericht von Tom Käckenhoff. Redigiert von Olaf Brenner. ⁠Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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