
Unbeeindruckt von den wieder zunehmenden Spannungen im Iran-Krieg hat der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte freundlich eröffnet, der Dax gab die Gewinne dann aber zügig ab in der ersten Handelsstunde und drehte mit 0,04 Prozent ins Minus. Ein erneuter Schwächeanfall im globalen Technologiesektor dürfte die Anleger zunächst davon abhalten, vor den US-Inflationsdaten ins Risiko zu gehen.
Fielmann-Aktie auf Erholungskurs
Die Aktien von Fielmann werden am Mittwoch von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank auf Erholungskurs geschickt. Mit einem Anstieg zum sechs Prozent waren sie im frühen Handel der beste Wert in der Dax-Indexfamilie. Mit dem Erreichen der 44-Euro-Marke holten sie Schwung auf ihrer Erholung vom Tief seit Anfang Februar, das in den vergangenen Wochen bei 40,90 Euro mehrmals getestet wurde.
Deutsche Bank Research hat die Optikerkette mit einer Kaufempfehlung gestartet und ein Kursziel von 63 Euro genannt, das mehr als 40 Prozent an Potenzial verspricht. Analyst Michael Kuhn lobte in seiner am Mittwoch vorliegenden Kaufempfehlung das bewährte Geschäftsmodell. Er hob dominante Marktpositionen, eine konstant hohe Kundenzufriedenheit und die erfolgreiche "Vision 2025" des Unternehmens hervor. Der Experte sieht darin eine gute Basis für die nächste strategische Phase, die eine internationale Expansion vorsehe.
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Eurokurs zieht an vor US-Daten
Der Kurs des Euro ist am Mittwoch vor der Veröffentlichung von wichtigen Konjunkturdaten aus den USA gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1557 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend.
Am Markt warten die Anleger auf Daten zur Preisentwicklung in den USA im Mai, die am Nachmittag auf dem Programm stehen. Unter anderem wegen der steigenden Energiekosten infolge des Iran-Kriegs wird mit einem weiteren Anstieg der Teuerung und einer Inflation von mehr als vier Prozent gerechnet. An den Finanzmärkten wird aber nach Einschätzung von Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen mit Blick auf die weitere Geldpolitik in den USA vor allem darauf geachtet, inwieweit der Preisdruck auch abseits der Energiepreise zunimmt.
Eine höhere Inflation dürfte den Druck auf die US-Notenbank Fed generell verstärken, die Zinsen zu erhöhen, zumal sich die US-Wirtschaft und der amerikanische Arbeitsmarkt zuletzt weiter robust gezeigt haben. An den Finanzmärkten wird mittlerweile bereits fest mit einer Zinserhöhung in den USA bis zum Jahresende gerechnet. (mit Material von dpa-AFX)


