Dax Tagesrückblick 12.06.2026

Dax erholt sich kräftig - Hoffnung auf Iran-Abkommen

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Quelle: Adobe.com/FilipB

Der Dax hat sich zum Wochenausklang kräftig erholt. Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen der USA mit dem Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt damit einen Schub nach oben gegeben.

Zeitweise war der Leitindex so um mehr als zwei Prozent gestiegen und kurzzeitig über die 21-Tage-Durchschnittslinie geklettert, die als kurzfristiger Trendindikator gilt. Am Ende stand der Dax noch 1,76 Prozent im Plus bei 24.635 Punkten. Damit setzte sich der Leitindex weiter von der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend nach oben ab. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 0,5 Prozent. Der MDax gewann am Freitag 1,99 Prozent auf 32.083 Zähler.

US-Präsident Donald Trump hatte seine für Donnerstagabend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden.

Auch die Islamische Republik sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA nun in greifbarer Nähe.

In den USA wiederum richteten sich die Blicke auf den Börsengang der Weltraumfirma SpaceX, der bislang größte IPO der Geschichte. Bis zum Handelsschluss in Deutschland lagen jedoch noch keine Kurse vor.

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Friedenshoffnung treibt Flugzeug- und Tourismus-Titel

In der Hoffnung auf ein Kriegsende im Iran legte der Reisesektor merklich zu, vor allem der Reiseveranstalter Tui, die Fluggesellschaft Lufthansa und der Flughafenbetreiber Fraport, der zudem gute Verkehrszahlen für Mai vorgelegt hatte. Die entsprechenden Aktien verbuchten Kursgewinne zwischen 5,2 und 8,7 Prozent. Die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Airbus und des Triebwerkzulieferers MTU gewannen bis zu 2,6 Prozent an Wert.

Dagegen reagierten Verbio mit einem deutlichen Abschlag auf die gesunkenen Ölpreise. Die Titel des Biokraftstoffherstellers fielen auf den tiefsten Stand seit drei Monaten und notierten als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax rund vier Prozent im Minus. Verbio profitiert von hohen Ölpreisen, da die Verbraucher an Tankstellen dann eher zu E10 statt zu dem teureren Superbenzin greifen. Verbio produziert unter anderem Bioethanol, das dem herkömmlichen Benzin beigemischt wird, um E10 zu erzeugen.

Die Aktien von Flatexdegiro verteuerten sich um 6,1 Prozent. Die britische Investmentbank Barclays nahm die Bewertung des Online-Brokers bei einem Kursziel von 41 Euro mit "Overweight" auf. Flatex biete unter den europäischen Handelsplattformen das stärkste Ergebniswachstum, schrieb Grace Dargan.

Gold mit klarem Wochenminus

Der Euro verteidigte seine Vortagesgewinne. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1575 US-Dollar. Er bewegte sich so auf dem Niveau vom Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1567 (Donnerstag: 1,1537) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8645 (0,8667) Euro.

Am Donnerstag hatte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass ein Abkommen mit dem Iran bereits an diesem Wochenende unterzeichnet werden könne, für eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt. Der Eurokurs legte merklich zu.

Gold rutschte leicht ab. Je Feinunze (31,1 Gramm) verbilligte sich das Edelmetall um 0,14 Prozent auf 4.213 US-Dollar. In dieser Woche war der Preis unter Druck gekommen und hatte zeitweise unter der Marke von 4.100 Dollar rangiert. Daraufhin stabilisierte sich das als Krisenwährung geltende Gold etwas, allerdings steht auf Wochensicht ein Minus von über fünf Prozent zu Buche.

(mit Material von dpa-AFX)

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