
Der von US-Präsident Donald Trump abgeblasene Angriff auf den Iran hat am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt zur Eröffnung erheblichen Rückenwind beschert. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 1,4 Prozent auf 24.540 Punkte. Der Leitindex setzte sich damit wieder von der 200-Tage-Trendlinie ab, die er tags zuvor zeitweise unterschritten hatte.
Der MDax gewann am Freitagmorgen 1,6 Prozent auf 31.956 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,3 Prozent aufwärts.
Auch wenn die Nachricht von einem bevorstehenden Friedensabkommen zwischen den USA und Iran in den vergangenen Wochen überstrapaziert worden sei, nähmen die Anleger eine potenzielle Einigung vorweg und griffen am Aktienmarkt zu, bemerkte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets.
Fraport: Passagierzahlen und Iran-News treiben Aktie
Die Aktie von Fraport profitierte am Freitagmorgen von Verkehrszahlen des Flughafenbetreibers und der Hoffnung auf ein baldiges Rahmenabkommen der USA mit dem Iran. In den ersten Handelsminuten stieg die Aktie um rund fünf Prozent und stoppte damit ihre jüngste Talfahrt. Im Xetra-Handel waren die Papiere seit Ende Mai um rund neun Prozent abgerutscht. Fraport steigerte die Zahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen im Mai um 2,7 Prozent.
Friedrich Vorwerk: Großauftrag setzt Erholung fort
Die Aktien von Friedrich Vorwerk bleiben am Freitag auf Erholungskurs. In den vergangenen Tagen hatten sie sich schon etwas von ihrem Einjahrestief erholt und nun ging diese Bewegung weiter. In den ersten Handelsminuten stieg die Aktie um rund drei Prozent. Von ihrem Rekordhoch im Oktober, das bei gut 109 Euro lag, hatten sie sich in den vergangenen Monaten mit dem Rückfall bis auf 55 Euro ungefähr halbiert.
Etwas Rückenwind brachte wohl eine Mitteilung über einen bedeutenden internationalen Auftrag mit sich. Demnach liefert eine Tochtergesellschaft des Pipeline- und Anlagenbauers Pipeline-Schweißtechnologie für ein Energieinfrastrukturprojekt, das laut Mitteilung zu den derzeit wichtigsten Zentralasiens zählt. Demnach wird die Tochter am Bau einer zweiten Linie einer Gasfernleitung in der Republik Kasachstan beteiligt.
(Mit Material von dpa-afx)
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