Elon Musk wird dank SpaceX zum ersten Billionär der Welt

Elon Musk ist offiziell der erste Mensch, der ein Vermögen von mehr als einer Billion US-Dollar erreicht hat. Der Tech-Investor und -Manager, einst vor allem bekannt als Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, schaffte das durch den Börsengang von SpaceX. Am Freitag ging die Weltraumfirma an der US-amerikanischen Nasdaq an die Börse.
Der Ausgabepreis der Aktien lag bei 135 US-Dollar, womit SpaceX auf eine Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar kam. Schon allein mit diesem Wert reihte sich der Konzern prompt unter die größten Börsenunternehmen weltweit ein. Im frühen Handel stieg die Aktie um 22 Prozent auf knapp 165 Dollar. Der SpaceX-Börsenwert kletterte dadurch auf fast 2,2 Billionen US-Dollar.
Musks Vermögen lag vor dem IPO bereits bei 971 Milliarden Dollar, mehr als dreimal so viel wie der Wert des zweitreichsten Menschen, dem Google-Mitgründer Larry Page. Laut Bloomberg belief sich Musks Vermögen zum Handelsbeginn von SpaceX auf 1,05 Billionen US-Dollar. Den Löwenanteil von rund 765 Milliarden Dollar davon machen Musks Anteile an SpaceX aus. Der Rest des Vermögens ergibt sich aus weiteren Aktienpaketen, beispielsweise bei Tesla. Allerdings ist das alles Aktienvermögen, das von Kursschwankungen abhängig ist und nicht ohne weiteres zu Bargeld gemacht werden kann.
Auch nach dem IPO bleibt der Tesla-Chef bestimmender Einzelaktionär. Zwar hält Musk nur einen Anteil von rund 40 Prozent, vereint aufgrund unterschiedlicher Aktienklassen aber 80 Prozent der Stimmrechte auf sich.
Enorme Gewinne bei frühen SpaceX-Investoren
Neben Musk verdienen auch andere frühe Investoren in SpaceX mit dem IPO kräftig. So stieg beispielsweise Peter Thiels Founders Fund, ein Risikokapitalgeber, bereits vor rund 20 Jahren in SpaceX ein, wie Bloomberg berichtet. Thiel ist ansonsten bekannt für den Aufbau der KI-Firma Palantir. Für Anteile von rund drei Prozent hatte der Founders Fund nur rund 600 Millionen Dollar bezahlt. Heutiger Wert des Aktienpakets: Fast 66 Milliarden Dollar.
Auch die Beteiligungsgesellschaft Sequioa Capital investierte lange vor dem Börsengang in SpaceX und hält rund 1,5 Prozent der Anteile, die momentan knapp 33 Milliarden Dollar wert sind. Sequoia investierte jedoch selbst nur rund zwei Milliarden Dollar.
Auch der deutsche Tech-Investor Philipp Klöckner hielt bereits vor dem IPO Anteile an SpaceX. Im Interview mit onvista riet Klöckner trotz der Gewinne aber davon ab, in die Aktie nach dem Börsengang zu investieren.





