Nvidia-Konkurrent Cerebras: Nach dem Rücksetzer spannend
Cerebras ist nach dem Börsengang stark zurückgekommen. Vom Hoch nahe 380 Dollar fiel die Aktie zeitweise unter 200 Dollar, bevor sie zuletzt wieder leicht zulegte.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Cerebras positioniert sich als Nvidia-Konkurrent im KI-Inferenzmarkt. Das Unternehmen betreibt eine Wafer-Scale-Inference-Plattform und verweist auf deutliche Leistungsunterschiede gegenüber klassischen GPUs. Der CS3 soll mehr als 2.700 Token pro Sekunde verarbeiten, während Nvidias B200 als Benchmark bei rund 900 Token pro Sekunde liegt.
Das entspräche einer dreifach höheren Tokenrate. Die ebenfalls genannte 15-fach höhere Leistung bezieht sich auf andere Workloads oder Latenzvergleiche. Wichtig bleibt: Diese Angaben stammen von Cerebras selbst und müssen sich erst extern bestätigen.
Für Nvidia entsteht daraus kurzfristig keine große Gefahr. Nvidia verkauft nicht nur GPUs, sondern ein komplettes Ökosystem. Große Hyperscaler legen bei ihren Milliardeninvestitionen besonders viel Wert auf Zuverlässigkeit. In diesem Punkt hat Cerebras als junges Unternehmen noch mehr zu beweisen.
Charttechnik
Der Börsengang lief bei rund 311 Dollar, danach stieg die Aktie kurz bis fast 380 Dollar. Der anschließende Rücksetzer auf unter 200 Dollar entspricht fast 50 Prozent. Nach diesem Abverkauf entsteht erstmals die Chance auf eine Bodenbildung.
Martins Einschätzung
Cerebras bleibt spekulativ, ist nach dem Rücksetzer aber interessanter als direkt zum IPO. Für Anleger, die auf junge KI-Hardware-Aktien warten, können solche frühen starken Rückschläge bessere Einstiegschancen schaffen.




