Rocket Lab: Ich halte den Rücksetzer
Rocket Lab profitiert vom bevorstehenden Einzug in den Nasdaq 100 und von der Fantasie rund um den Raumfahrtsektor. Die Aktie bleibt hoch bewertet, aber der Rücksetzer hat die Chance auf eine neue Aufwärtsbewegung verbessert.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Rocket Lab wird in den Nasdaq 100 am 22. Juni aufsteigen. Indexfonds und andere Anleger, die den Index abbilden, müssen die Aktie dadurch stärker berücksichtigen.
Der Indexeffekt allein ist kein Investmentgrund. Wichtiger bleibt das operative Bild. Rocket Lab hat mit der Electron-Rakete bereits 88 Starts absolviert. Weitere 18 Starts sind gebucht. Der Auftragsbestand liegt bei 2,2 Milliarden Dollar, während der Quartalsumsatz zuletzt 200 Millionen Dollar erreichte.
Das erste Quartal zeigte hohe Dynamik. Der Umsatz stieg um mehr als 60 Prozent auf 200 Millionen Dollar. Die Bruttomarge lag bei 38 Prozent. Gleichzeitig bleibt Rocket Lab noch nicht profitabel. Für das laufende Quartal wird beim bereinigten Ebitda erneut ein Verlust von 20 bis 26 Millionen Dollar erwartet.
Die Bewertung ist nach dem starken Lauf ambitioniert. Das ändert aber nichts daran, dass Rocket Lab vom Wunsch vieler Kunden nach mehr Wettbewerb im Raumfahrtmarkt profitieren könnte. Die Aufträge entwickeln sich bereits gut.
Charttechnik
Der Rücksetzer bis in den Bereich um 100 Dollar brachte sofort Käufer zurück.
Das nächste Ziel liegt bei rund 140 Dollar. Darüber hinaus bleibt weiteres Potenzial vorhanden, wenn die Nachfrage nach Raumfahrt- und Startkapazitäten anhält.
Martins Einschätzung
Rocket Lab bleibt spekulativ, aber die Position hat weiter Re-Rating-Potenzial. Der Rücksetzer war konstruktiv, und die Aktie kann wieder in Richtung 140 Dollar und höher laufen.




