Dax startet leicht schwächer nach US-Zinsentscheid

Bei durchwachsenen Vorgaben aus Übersee zeichnen sich im Dax am Donnerstag zunächst kleine Verluste ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor dem Xetra-Start 0,1 Prozent tiefer auf 24.899 Punkte. Damit zeichnet sich ein erneuter Test der 21-Tage-Linie bei derzeit 24.839 Punkten ab. Im Fokus stand der Zinsentscheid der US-Notenbank vom gestrigen Abend.
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USA: Im Minus
Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Möglichkeit höherer Zinsen angedeutet und so die US-Börsen belastet. Unter dem neuen Chef Kevin Warsh rechnet die Fed für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang. Und die Notenbank habe die Preisstabilität in ihrem Statement anlässlich des Zinsentscheids ganz klar an die erste Stelle gestellt, schrieb Thomas Altmann, Leiter des Portfoliomanagements von QC Partners. Auf sinkende Zinsen, die Aktien gegenüber Anleihen stützen würden, müssten Anleger wohl bis zum Jahr 2028 warten.
Der Dow Jones Industrial fiel um 0,98 Prozent auf 51.492,55 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Der marktbreite S&P 500 verlor 1,21 Prozent auf 7.420,10 Punkte, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,99 Prozent auf 29.670,95 Punkte ein. Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs hatte die Fed ein weiteres Mal den Leitzins nicht angerührt. Unter Warsh gab es damit nicht die von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkung. Im Gegenteil wird nun am Markt eine Zinserhöhung im Oktober als realistisch erachtet.
Asien: Uneinheitlich
In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Donnerstag keine einheitliche Richtung gefunden. Während es in Tokio weiter nach oben ging, fielen in Hongkong die Kurse erneut. Der japanische Leitindex Nikkei kletterte um bis zu 2,1 Prozent auf knapp 71.399 Punkte und schickt sich an, erstmals über der Marke von 70.000 Punkten zu schließen. Mit einem Plus von 41 Prozent seit Ende 2025 zählt der Nikkei 225 in diesem Jahr bisher zu den erfolgreichsten Aktienindizes weltweit.
Seinen negativen Lauf setzte dagegen der Hang Seng in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong fort. Er sank um knapp zwei Prozent und baute damit sein Jahresminus auf fast acht Prozent aus. Für den CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen ging es am Donnerstag leicht nach oben. In den ersten rund fünfeinhalb Monaten des Jahres legte er um rund sechs Prozent zu.
Anleihen:
Devisen:
Rohöl:
Umstufungen von Aktien:
BERENBERG SENKT ZIEL FÜR BMW AUF 69 (86) EUR - 'HOLD'
CITIGROUP SENKT ZIEL FÜR BMW AUF 66 (73) EUR - 'NEUTRAL'
JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR LANXESS AUF 14 (16) EUR - 'UNDERPERFORM'
UBS HEBT ZIEL FÜR AUTO1 AUF 33,70 (29,80) EUR - 'BUY'
EXANE BNP HEBT TALANX AUF 'OUTPERFORM' (NEUTRAL) - ZIEL 120 (110) EUR
(mit Material von dpa-AFX)





