Dax Tagesrückblick 19.06.2026

Dax rutscht unter 25.000 Punkte - Allianz auf Rekord

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Quelle: Jearu / AdobeStock

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am sogenannten großen Verfalltag vor dem Wochenende nur wenig bewegt. An diesem Freitag liefen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus, was in der Vergangenheit immer wieder für Schwankungen gesorgt hatte, dieses Mal aber nicht. Auch die Nachricht einer Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz führte zu keinen größeren Kursausschlägen.

Der Dax bewegte sich über weite Strecken des Handels daher kaum und schloss knapp unter der runden Marke von 25.000 Punkten mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 24.985 Zählern. Daraus resultierte für den Leitindex ein Wochengewinn von knapp anderthalb Prozent. Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte sank am Freitag um 0,08 Prozent auf 32.638 Punkte.

Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz haben sich nach Angaben eines US-Regierungsvertreters auf eine neue Waffenruhe geeinigt. Diese sollte am Freitagnachmittag in Kraft treten. Der Hisbollah nahe stehende Quellen bestätigten die Vereinbarung, Details nannten sie nicht. Eine offizielle Reaktion aus Israel lag zunächst noch nicht vor. Wegen der gegenseitigen Angriffe war zuvor eine für Freitag angedachte erste Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens in der Schweiz abgesagt worden.

Autowerte leicht erholt, Allianz auf Rekord

Im Autosektor zeigten sich die Papiere von BMW und Mercedes-Benz mit bis zu 1,5 Prozent Plus erholt davon, dass zwei Tage lang eine Gewinnwarnung von BMW den Sektor belastet hatte. Ein Bericht im "Handelsblatt", wonach die EU Zölle auf chinesische Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge vorbereitet, wirkt laut dem UBS-Experten Patrick Hummel positiv. Die Titel von Volkswagen müssen gesondert betrachtet werden, weil sie am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden.

Im Dax markierte die Allianz-Aktie eine neue Bestmarke bei 402,70 Euro. Zum Handelsschluss notierten die Titel des Versicherers jedoch nur noch minimal im Plus. Seit einem Zwischentief knapp unter 370 Euro Anfang Juni haben die Aktien nun schon wieder 9,4 Prozent hinzugewonnen. Zudem überstiegen sie in dieser Woche erstmals die 400-Euro-Marke.

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Infineon näherten sich mit einem Anstieg zwischenzeitlich wieder dem Anfang Juni erreichten Hoch seit dem Jahr 2000, fielen dann aber zurück. Die Titel folgten damit der Stärke der New Yorker Nasdaq-Börse am Vortag nur kurzzeitig. Aktien aus dem Chip-Ausrüsterbereich wie Aixtron legten weiter zu, obwohl eine Warnung der US-Regierung an den Anlagenbauer ASML ausgesprochen wurde, wonach eines seiner Lithografie-Systeme entgegen den US-Sanktionen in China im Einsatz sein könnte.

Positiv fielen im Chip-Ausrüsterbereich Suss Microtec auf, die auf ein erneutes Rekordhoch sprangen und gut 8,8 Prozent gewannen. Die Privatbank Berenberg suggeriert noch Potenzial mit einem Kursziel, das auf 125 Euro erhöht wurde. Der Markt habe die weiter anziehende Dynamik des Anlagenbauers in der Chipbranche noch nicht gänzlich honoriert, schrieb die Expertin Amelie Dueckelmann-Dublany.

Die Aktien von Lanxess erholten sich um 8,7 Prozent auf das höchste Niveau seit rund vier Wochen. Auch andere Chemiewerte wie Evonik, Wacker Chemie oder auch BASF stiegen wieder. Seit Mitte März hatte die Branche von einer Sonderkonjunktur durch den Iran-Krieg profitiert. Zuletzt geriet die Erholung aber durch die Entspannung ins Wanken.

Erholungsgewinne bei Gold bröckeln ab

Der Kurs des Euro stabilisierte sich nach herben Verlusten an den Vortagen deutlich. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1463 US-Dollar gehandelt und damit auf dem gleichen Niveau wie am frühen Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1467 (Donnerstag: 1,1461) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8720 (0,8725) Euro.

Zuvor hatten Spekulationen auf steigende Zinsen in den USA dem Dollar Auftrieb verliehen, nachdem die US-Notenbank Fed die Inflationsprognose deutlich erhöht und der neue Fed-Chef Kevin Warsh die Bedeutung der Preisstabilität hervorgehoben hatte. Mit der Dollar-Stärke war der Euro am Mittwoch und Donnerstag mehr als einen Cent gefallen, bevor sich der Euro kurz vor dem Wochenende stabilisieren konnte.

Gold hingegen fiel wieder im Preis. Vor dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran hatte der Preis bei etwas über 4.000 Dollar ein Zwischentief markiert, war nachfolgend aber wieder um zeitweise um fast 400 Dollar gestiegen. Diese kleine Erholung bröckelt zunehmend ab. Zum Wochenausklang sank der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) um 0,91 Prozent auf 4.150 Dollar.

(mit Material von dpa-AFX)

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