Aktien New York Ausblick

Nasdaq nach asiatischer Verkaufswelle mit starken Verlusten erwartet

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Der Eingang der Nasdaq in New York.
Quelle: Adobe.com/JHVEPhoto

Herbe Kursabschläge bei asiatischen Technologiewerten dürften am Dienstag auch die New Yorker Tech-Börse Nasdaq tief in die Verlustzone ziehen. Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Auswahlindex Nasdaq 100 mit 29.420 Punkten drei Prozent im Minus. Er hatte am Montag mit einem knappen Verlust geschlossen. Den vortags moderat freundlichen Leitindex Dow Jones Industrial sieht IG nur 0,5 Prozent schwächer bei 51.465 Punkten.

Der südkoreanische Kospi büßte am Dienstag zehn Prozent ein, unter anderem belastet von einem Kurseinbruch der stark gelaufenen Halbleitertitel SK Hynix und Samsung. Am Mittwoch nach US-Börsenschluss legt US-Branchenkollege Micron seinen Quartalsbericht vor. Dessen Aktienkurs hat sich seit Jahresbeginn mehr als vervierfacht.

Die Quartalszahlen seien der eigentliche Test, ob der rasante Aufschwung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) noch Potenzial habe, sagte Stratege Dilin Wu von Pepperstone Group. Unter den US-Halbleitertiteln büßten Marvell, Applied Materials, Micron und Intel vorbörslich bis zu knapp neun Prozent ein.

"Der Kursrückgang sollte weniger als Urteil über die Fundamentaldaten Koreas gesehen werden, sondern vielmehr als Erinnerung daran, wie die jüngste Rally finanziert wurde", sagte indes Börsenhändler Chris Cha von der US-Investmentbabk Goldman Sachs. "Dadurch bleibt meine mittelfristige Einschätzung im Großen und Ganzen unverändert, während ich hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung etwas vorsichtiger bin."

Stabilisierung bei SpaceX

Beim anfänglichen Börsen-Überflieger SpaceX zeichnete sich nach den jüngsten Gewinnmitnahmen zeitweise eine mögliche Stabilisierung ab. Vorbörslich sanken die Aktien des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Tesla -Chef Elon Musk um 1,8 Prozent.

Die Titel von IBM verteuerten sich um 4,2 Prozent. Ihnen half eine Hochstufung der US-Bank JPMorgan, die sie mit "Overweight" empfiehlt. Nach einer eingehenderen Betrachtung des wichtigen Softwaregeschäfts ist Analyst Brian Essex nun zuversichtlicher, dass sich dessen währungsbereinigtes Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen sollte.

Außerhalb der Technologiebranche büßten indes die Aktien von Best Buy 2,9 Prozent ein. Der Hersteller von Unterhaltungselektronik gab den Abschied seines langjährigen Finanzchefs Matt Bilunas per Ende Juli bekannt. Ein Nachfolger werde schon gesucht.

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