Europas größter Autobauer

Bei Volkswagen sollen bis zu 100.000 Stellen wegfallen

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Gyuszko-Photo / Shutterstock.com

Europas größter Autobauer Volkswagen steht einem Medienbericht zufolge vor einem weiteren massiven Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollten im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete das "Manager Magazin" am Freitag unter Berufung auf Insider. ‌Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei.

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Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei demnach noch nicht ⁠klar. VW-Chef ⁠Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Ein zweiter Insider sagte dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.

Ein VW-Sprecher erklärte dazu, sein Unternehmen kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zu Grunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess ‌solle nicht vorgegriffen werden. "Richtig ist, dass die gesamte ‌Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen", ergänzte er. Der gesamte VW-Konzern einschließlich der Marken und Gesellschaften müsse sich tiefgreifend verändern.

Der Konzernvorstand habe dazu in ⁠den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. "Es ‌geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und ⁠schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen." Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten.

Offen ist, wie die Pläne des Vorstands dort insbesondere bei den Arbeitnehmervertretern sowie beim Land Niedersachsen ankommen. ‌Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig vier ⁠Werke geschlossen werden. Dabei gehe es um ⁠die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es.

Zudem solle der Wolfsburger Autobauer völlig neu sortiert werden, heißt es in dem Bericht weiter. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In der Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am ⁠Kapitalmarkt platziert werden.

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