Gold im Chartcheck: Diese Marken entscheiden jetzt
Nach der kräftigen Korrektur kämpft der Goldpreis um die Rückkehr in den Aufwärtstrend. Welche Chartmarken jetzt entscheidend sind und worauf Anleger achten sollten, erfährst du hier.
Henry Philippson

Nach dem historischen Anstieg bis auf neue Rekordstände im ersten Quartal setzte im zweiten Quartal eine kräftige Korrektur ein. Vom Hoch oberhalb von 5.400 Dollar fiel Gold zeitweise unter die Marke von 4.000 Dollar zurück und verzeichnete damit die stärkste Quartalskorrektur seit vielen Jahren.
Wochenchart: Technische Korrektur
Ein Blick auf den Wochenchart verdeutlicht den Abwärtstrend im zweiten Quartal. Es droht aktuell die achte Verlustwoche in Folge beim Edelmetall. Nach der Mega-Rally in den Quartalen zuvor ist dieser Rücksetzer bislang jedoch lediglich als technische Korrektur im übergeordneten Bullenmarkt zu betrachten.
Im Wochenchart ist der langfristige Aufwärtstrend trotz der scharfen Korrektur noch nicht gebrochen. Die Serie steigender Hochs und steigender Tiefs bleibt grundsätzlich intakt, auch wenn das Edelmetall zuletzt deutlich unter Druck geraten ist.

Tageschart: Erste Stabilisierungstendenzen
Ein Blick auf den Tageschart zeigt im Bereich der psychologisch wichtigen 4.000-Dollar-Marke erste Stabilisierungstendenzen - mehr allerdings bislang noch nicht. Von einer nachhaltigen Trendwende kann noch keine Rede sein, denn der mittelfristige Abwärtstrend (Linie schwarz) bleibt vorerst voll intakt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient weiterhin der EMA200 im Tageschart (blaue Linie). Dieser viel beachtete gleitende Durchschnitt fungierte in den vergangenen Monaten mehrfach als zentrale Unterstützungs- beziehungsweise Widerstandszone (türkis markiert) und stellt damit einen wichtigen Gradmesser für die übergeordnete Trendrichtung dar.
Aktuell verläuft der EMA200 im Bereich um 4.340 Dollar. Diese Hürde muss geknackt werden für eine mittelfristige Trendwende zugunsten der Käufer. Bis dahin heißt es, vorerst die Füße weiter still zu halten.




