Robinhood: Warum ich Robinhood trotz hoher Bewertung im Blick behalte
Robinhood erholt sich deutlich, obwohl der Bitcoin-Kurs weiter nachgibt – ein Bruch mit dem bisherigen Gleichlauf beider Kurse. Parallel treibt das Unternehmen mit der neuen Robinhood Chain und einer großen internationalen Expansion sein Kryptogeschäft voran.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
In London hat Robinhood die bislang größte internationale Expansion vorgestellt, mit Schwerpunkten auf tokenisierten Vermögenswerten, KI-gestütztem Investieren und Kryptowährungen. Die neue Blockchain Robinhood Chain verzichtet in den ersten 90 Tagen auf Gebühren und wird von Partnern wie Alchemy, Uniswap und Chainlink unterstützt.
Tokenisierte Versionen von US-Aktien sollen künftig über diese Chain gehandelt werden – perspektivisch rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche. Zusätzlich weitet Robinhood das Angebot auf Perpetual Futures mit bis zu zehnfachem Hebel im Kryptobereich aus und kündigt eine KI-Offensive für automatisiertes Handeln an.
Charttechnik
Nach einem Doppeltop und einem klaren Ausbruch darüber hat sich die Aktie in einer bullischen Konsolidierung bis in den Bereich des letzten Unterstützungsniveaus zurückbewegt. Von dort zeigt sich seither deutliches Kaufinteresse, zuletzt auch mit einem Ausbruch über die kurzfristige Abwärtstrendlinie.
Martins Einschätzung
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 44 ist alles andere als günstig, liegt aber deutlich unter dem vorherigen Niveau von rund 75 – bei einer im Kern unveränderten Geschäftsentwicklung. Die zunehmende Diversifizierung weg von der reinen Bitcoin-Abhängigkeit hin zu einem breiteren Krypto- und KI-Angebot macht Robinhood für mich zu einer der interessantesten Aktien im Finanzsektor.




