Trading-Chance Kupfer: Produzenten massiv Short
Nachdem die Edelmetalle massiv zurückgekommen sind haben wir heute ein Industriemetall auf der Handelsliste als Trading-Chance. Die Rede ist von Kupfer, wo der Commitment of Trades Report ernstzunehmende Warnsignale liefert. Im heutigen Artikel zeigen wir diese auf und stellen eine zugehörige Trading-Gelegenheit mittelfristiger Natur vor.

Was ist der CoT-Report und was sagt er aus?
Der Commitment of Traders Report, kurz COT-Report, ist eines der mächtigsten Werkzeuge für Marktteilnehmer an den globalen Terminmärkten und fungiert quasi als Blick hinter die Kulissen des großen Geldes. Veröffentlicht wird dieser Bericht von der Commodity Futures Trading Commission, der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde für den Derivatehandel. Sinn und Zweck des Berichts ist es, absolute Markttransparenz zu schaffen. Da der Handel mit Terminkontrakten, sogenannten Futures, stark von institutionellen Giganten dominiert wird, soll der COT-Report verhindern, dass geheime Absprachen oder extreme Marktkonzentrationen unbemerkt bleiben. Gleichzeitig liefert er Privatanlegern und Analysten ein unschätzbares Stimmungsbild, da er offenlegt, wer im großen Stil auf steigende oder fallende Kurse setzt.
Die Funktions- und Erscheinungsweise des Berichts folgt einem strikten wöchentlichen Rhythmus, der allerdings eine kleine Besonderheit aufweist. Jeden Dienstagabend nach Börsenschluss müssen alle meldepflichtigen Großhändler ihre aktuellen Positionen an die Behörde übermitteln. Die CFTC sammelt, filtert und aggregiert diese Daten im Laufe der Woche, um den fertigen Bericht schließlich am Freitagabend nach dem US-Marktschluss zu veröffentlichen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Daten beim Erscheinen bereits drei Tage alt sind, was für das kurzfristige Daytrading ungeeignet ist. Für langfristige Investoren und Swing-Trader ist dieser Zeitverzug jedoch zweitrangig, da sich das Verhalten der großen Marktteilnehmer meist über Wochen oder Monate hinweg aufbaut. Der Bericht erfasst dabei das sogenannte Open Interest, also die Gesamtzahl aller offenen, noch nicht glattgestellten Kontrakte in den jeweiligen Märkten wie Rohstoffen, Währungen oder Aktienindizes.
Um die Aussagekraft des Berichts zu verstehen, muss man die verschiedenen Händlergruppen betrachten, die sich je nach Berichtsform unterscheiden. Im klassischen, älteren Bericht wird grob zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Händlern differenziert, während die moderneren Berichte eine viel tiefere und präzisere Aufteilung erlauben.
Die erste zentrale Gruppe bilden die Produzenten, Verarbeiter und Endnutzer der physischen Güter. In diese Kategorie fallen beispielsweise Minenbetreiber, Ölkonzerne, Kaffeeröstereien oder große Agrargenossenschaften. Diese Akteure nutzen den Terminmarkt fast ausschließlich zur Absicherung gegen unvorhersehbare Preisschwankungen, weshalb sie auch als klassische Hedger bezeichnet werden. Wenn ein Bauer bereits im Frühjahr seine Ernte im Herbst zu einem festen Preis über den Terminmarkt absichert, agiert er hier als Verkäufer. Das Verhalten dieser Gruppe ist oft antizyklisch: Wenn die Preise extrem hoch sind, sichern sie sich vermehrt ab, indem sie Short-Positionen aufbauen. Sie gelten als die fundamentalen Kenner des Marktes, da sie direkt mit der physischen Ware arbeiten.
Als Bindeglied und eigene Kategorie treten die Swap-Händler auf. Das sind in der Regel große Investmentbanken oder spezialisierte Finanzinstitute. Sie agieren meist im Auftrag von Großkunden außerhalb des regulierten Börsenhandels und spiegeln diese Geschäfte anschließend zur eigenen Risikominimierung an den offiziellen Futures-Märkten. Da ihre Motivation rein struktureller Natur ist und sie oft nur die Gegenpositionen für andere Großanleger managen, nehmen sie eine Sonderrolle ein, deren Positionierung von Analysten häufig herausgerechnet wird, um ein unverfälschtes Bild der reinen Spekulation zu erhalten.
Die für Spekulanten spannendste Gruppe ist das sogenannte Managed Money, oft auch als Großspekulanten oder Asset Manager bezeichnet. Hierzu zählen Hedgefonds, registrierte Vermögensverwalter und großvolumige Investmentfonds. Im Gegensatz zu den Produzenten haben diese Akteure keinerlei Interesse an der physischen Lieferung von Öl, Weizen oder Gold. Ihr einziges Ziel ist die Erzielung von Rendite durch Kursgewinne. Diese Gruppe agiert extrem trendfolgend. Wenn ein Markt steigt, kaufen sie massiv zu; gerät ein Markt ins Trudeln, stoßen sie ihre Positionen ab oder wetten im großen Stil auf fallende Kurse. Da sie mit enormer Finanzkraft ausgestattet sind, treiben sie bestehende Trends oft stark voran. Erreicht ihre Netto-Positionierung ein historisches Extrem, deutet dies für Analysten häufig auf eine baldige Trendwende hin, da dem Markt schlicht die Käufer oder Verkäufer ausgehen.
Zuletzt gibt es noch die Gruppe der nicht-meldepflichtigen Kleinhändler. Hierunter fällt die breite Masse der privaten Trader und kleineren Firmen, deren Positionsgrößen unterhalb der strengen Meldegrenzen der US-Behörde liegen. Obwohl diese Gruppe zusammengerechnet oft ein beachtliches Volumen bewegt, gelten ihre Positionen in der Marktanalyse historisch gesehen eher als Kontraindikator. Da Kleinanleger statistisch gesehen häufiger am Ende eines Trends einsteigen und emotional agieren, nutzen Profis extreme Positionierungen der Kleinhändler oft, um genau die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen. In der Gesamtschau liefert der COT-Report somit ein detailliertes Koordinatensystem, das zeigt, wo Angebot, Nachfrage und spekulatives Kapital im globalen Finanzgefüge aufeinandertreffen.
Produzenten massiv Short
Der Kupferpreis entwickelt sich seit dem Frühjahrs-Crash 2020 (Corona) deutlich gen Norden und hat speziell seit Mitte 2022 einen sauberen und stetigen Aufwärtstrend etabliert. Doch das Chart-Bild ist trügerisch, denn die Insides aus dem Commitment of Traders Report senden unmissverständliche und ernstzunehmende Warnsignale hinsichtlich einer möglichen Korrektur des Preises. Wie wir anhand des Charts sehen ist die Netto-Position der Produzenten auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten. Die Producer sind mit knapp -115.000 Kontrakten Netto-Short.
Produzenten verkaufen dann viele Futures, wenn sie viel produziert haben oder es planen. Denn ein Kontrakt ist ein Vertrag, der zur physischen Lieferung des Kontraktumfangs in der Lieferperiode verpflichtet. Massive Netto-Shortpositionen deuten auf eine umfangreiche Angebotsseite hin. Das führt über kurz oder lang unweigerlich zu vorübergehend fallenden Preisen.
Wir müssen jedoch verstehen, dass diese Daten kein Timing-Instrument im klassischen Sinn sind, sondern nur eine starke Orientierungshilfe für die mittlere bis lange Frist. Temporär kann es dennoch zu Übertreibungen kommen, wie wir auch beispielsweise 2021 erleben durften. Bei etwa 3,5 Dollar erreichte die Netto-Position der Produzenten ihren Tiefpunkt. Ehe die Korrektur einsetzte, stiegen die Notierungen noch bis etwa 5 Dollar. Auch hier bietet sich entsprechend wieder ein gestaffelter Aufbau von Positionen an, um einen gesunden Mischpreis zu erzielen und von der potenziellen Korrektur stärker zu profitieren.

Fazit
Eine erste Tranche Short auf das nahezu überall verarbeitete Industriemetall kann aus unserer Sicht heraus jetzt eingegangen werden. Viel Pulver kann und sollte man unseres Erachtens jedoch noch trocken halten, da die „Schlenker“ mitunter heftig ausfallen. Wir haben ein geeignetes Produkt für Sie ausgesucht und stellen es Ihnen nachfolgend gerne vor.
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Kupfer
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Long Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 8,006. Bei einem aktuellen Kurs von 6,15 ergibt sich somit ein Hebel von 3,21. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet PM1JQ4.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 6,7 USD
Unterstützungen: 5,25 USD
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Kupfer
Risikowarnung gemäß der BaFin-Allgemeinverfügung vom 15. Oktober 2025: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.




