Goldpreis-Prognose

Ich sehe bei Gold eine Bodenbildung knapp unter 4.000 Dollar

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)

Gold steht zum Wochenstart wieder etwas unter Druck, nachdem der Preis am Donnerstag nach schwächeren Arbeitsmarktdaten zugelegt hatte. Knapp unter 4.000 Dollar sind mehrfach Käufer in den Markt gekommen. Die Nettoabflüsse aus den Gold-ETFs gelten als wichtigster kurzfristiger Faktor für den weiteren Verlauf.

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Was bewegt die Aktie?

Der Goldpreis korrigierte von rund 5.600 Dollar bis kurzfristig unter 4.000 Dollar. Diese Größenordnung fiel deutlich stärker aus als erwartet. Ein wesentlicher Treiber war der Abbau stark gehebelter Positionen. Parallel dazu verließen enorme Summen die Gold-ETFs.

Die schwächeren Arbeitsmarktdaten, vor allem bei den neu geschaffenen Stellen, nahmen die Spekulation auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank aus dem Markt. Auf diese Erwartung reagierte Gold mit einem Plus von rund zwei Prozent in der Vorwoche. Wichtig bleibt der US-Dollar: Ein stärkerer Dollar drückt den Goldpreis regelmäßig zurück.

Die Analysten von JP Morgan sehen die ETF-Zuflüsse als entscheidenden Knackpunkt. Zuletzt verließen rund zwölf Milliarden Dollar netto die Gold-ETFs, sowohl im März als auch im Mai. Solche Nettoabflüsse waren in den Monaten davor kaum zu sehen. JP Morgan erwartet, dass sich die Abflüsse beruhigen und wieder Nettozuflüsse einsetzen. Die Zentralbanken bleiben zusätzlich ein wichtiger Käufer.

Charttechnik

Knapp unter 4.000 Dollar bildeten sich im Gold-Future mehrere Kerzen mit langen unteren Dochten. Das zeigt eine gut unterstützte Zone, in die immer wieder Käufer eingestiegen sind. Der Rutsch unter die letzten Zwischentiefs erweist sich als Fehlausbruch. Die Saisonalität, die sich seit 2000 und seit 2014 nahezu deckungsgleich überlagert, spricht nun wieder für steigende Kurse.

Martins Einschätzung

Die Situation im Gold hat sich deutlich normalisiert. Hält der große Unterstützungsbereich knapp unter 4.000 Dollar, stehen die Chancen auf eine Bodenbildung gut. Mein Basisszenario sieht zunächst einen kleinen Anstieg, danach eine Konsolidierung und anschließend die Fortsetzung nach oben. Bis zum Jahresende halte ich einen Goldpreis im Bereich von 4.800 bis 4.900 Dollar für erreichbar.

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