Meta: Bei diesem Niveau ist die Aktie zu billig
Meta verhandelt mit Samsung über die Produktion eigener KI-Chips im Volumen von rund 6,5 Milliarden Dollar. Der Konzern baut seine Chipaktivitäten aus, um unabhängiger zu werden. Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von unter 18 für die nächsten zwölf Monate ist die Aktie günstig bewertet.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Meta zeigt zuletzt eine hohe Volatilität. Ein deutlicher Kursschub entstand, als der Konzern ankündigte, Rechenleistung verkaufen und ein Cloud-Geschäft aufbauen zu wollen, wie es die anderen Hyperscaler bereits betreiben. Am Donnerstag gab die Aktie mehr als die Hälfte dieser Bewegung wieder ab, nachdem intern die Entwicklung der KI-Agenten langsamer verläuft als erwartet.
Neu ist das Gespräch mit Samsung über die Produktion eigener KI-Chips. Der Auftrag erreicht eine Größenordnung von rund 6,5 Milliarden Dollar und soll auf Samsungs 2-Nanometer-Prozess basieren. Bisher lässt Meta seine KI-Beschleuniger bei Taiwan Semiconductor fertigen. Mit dem Schritt baut Meta die eigenen Chipaktivitäten weiter aus und will unabhängiger von externen Produkten werden. Bis 2030 peilt der Konzern eine Rechenzentrums-Kapazität von fünf Gigawatt an.
Der Entwicklungszyklus ist sehr schnell: Meta plant rund alle sechs Monate neue KI-Chips. Langfristig könnte der Konzern dieses Geschäft ausweiten und Chips an andere Kunden verkaufen, ähnlich wie es Amazon vorgemacht hat. Die starken Wachstumszahlen im Werbegeschäft belegen bereits, dass die KI-Optimierung in den Anzeigen und Apps funktioniert.
Martins Einschätzung
Meta bekommt man aktuell für ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von unter 18 für die nächsten zwölf Monate, bei einem PEG-Ratio deutlich unter eins. Damit lässt sich die Aktie gut und gerne als günstig bezeichnen. Der Markt honoriert die starken Werbeerlöse aus meiner Sicht zu wenig. Nvidia-CEO Jensen Huang hält Meta für das Unternehmen, das KI am cleversten einsetzt. Wer langfristig investiert und noch keine Position hält, kann jetzt über den Aufbau nachdenken.




