Trump erklärt Waffenstillstand für vorbei - Dax sackt ab

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA flammt wieder auf. Am Mittwoch sagte US-Präsident Donald Trump bei einem NATO-Treffen in Ankara, dass der Waffenstillstand für ihn "vorbei sei". Seiner Meinung nach sei das vorläufige Abkommen "eine Verschwendung von Zeit".
Bereits zuvor gab es Anzeichen, dass der fragile Waffenstillstand zwischen den Ländern breche. In der Straße von Hormus wurden Schiffe attackiert, die USA zogen daraufhin eine Aufhebung des Verkaufsverbots für iranisches Öl auf. Außerdem führten die USA erneut Luftangriffe auf das Land aus.
Diese Entwicklung belastete den Dax zur Wochenmitte merklich. Nach einem ohnehin schwächeren Start sackte der Leitindex zuletzt nochmal ab und verlor über 2,3 Prozent auf 24.867 Punkte. Die wochenlang umkämpfte Marke von 25.000 Punkten ging damit schlagartig wieder verloren.
Auf der anderen Seite zogen die Ölpreise wieder deutlich an. Brent-Öl stieg nach Trumps Aussagen bis auf 77,78 US-Dollar je Barrel (159 Liter), der höchste Stand seit Mitte Juni.
Neue Kämpfe in der Region
Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus in der vergangenen Nacht Dutzende Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die US-Angriffe an.
Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. Eigentlich hatten die USA und der Iran eine Waffenruhe vereinbart.
Washington und Teheran hatten sich in den Bemühungen für ein Kriegsende Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Dieses sollte der Ausgangspunkt sein für vertiefte Verhandlungen - die Gespräche gerieten jedoch schon vor den jüngsten Angriffen ins Stocken


