Charlotte Neugebauer
Werbung. Es gibt Unternehmen, die begleiten einen wirklich ein Leben lang. Jeder kennt sie – und gerade deswegen werden ihre schwierigen Phasen besonders aufmerksam verfolgt. Bayer war für mich persönlich lange ein Synonym für deutsche Industriequalität, Forschung und Verlässlichkeit. Umso erschreckender zu beobachten, wie ein einziger Zukauf – Monsanto – den Konzern über Jahre hinweg in eine der schwersten Unternehmenskrisen der deutschen Börsengeschichte stürzte. Doch nach Jahren voller Rückschläge und kontroverser Schlagzeilen verdichten sich die Anzeichen, dass der DAX-Konzern die Wende tatsächlich schaffen könnte. Lassen Sie uns Bayer und seine Perspektiven mal wieder genauer anschauen…
Lange bestimmte vor allem ein Thema die Schlagzeilen: die milliardenschweren Glyphosat-Klagen in den USA. Nun hat Bayer gleich mehrere Fortschritte erzielt. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs stärkt die Position des Unternehmens erheblich, weil zahlreiche Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise auf Roundup ihre rechtliche Grundlage verlieren könnten. Parallel arbeitet Bayer an einem Vergleich, der den jahrelangen Rechtsstreit endgültig beenden soll. Zudem wird das US-Glyphosatgeschäft künftig in die eigenständige Gesellschaft Ruveon ausgegliedert. Das soll das Geschäft flexibler machen und besser auf den stark umkämpften amerikanischen Markt ausrichten.
An der Börse wurde dieser Strategiewechsel positiv aufgenommen. Viele Investoren richten ihren Blick inzwischen wieder stärker auf das operative Geschäft und dort gibt es durchaus ermutigende Signale.
Vor allem das erste Quartal fiel besser aus als erwartet. Sowohl das Pharmageschäft als auch die Agrarsparte Crop Science überzeugten mit einer robusten Entwicklung. Besonders Saatgut, Kostensenkungen und ein nachlassender Währungsgegenwind sorgten für positive Überraschungen. Gleichzeitig arbeitet Vorstandschef Bill Anderson weiter daran, die Verschuldung zu senken, die Pharma-Pipeline auszubauen und die Konzernstruktur zu vereinfachen. Analysten halten inzwischen sogar eine spätere Aufspaltung einzelner Geschäftsbereiche für denkbar, um zusätzliche Werte freizusetzen.
Auch die langfristigen Stärken des Unternehmens bleiben beachtlich. Bayer ist weltweit führend bei Agrarchemikalien und Saatgut und investiert intensiv in digitale Lösungen für die Landwirtschaft. Das Unternehmen verfügt über starke Marktpositionen im Pharmabereich sowie im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten. Megatrends wie Ernährungssicherheit, medizinischer Fortschritt und Digitalisierung spielen dem Konzern grundsätzlich in die Karten. Die gut gefüllte Pharma-Pipeline bleibt ein wichtiger Hoffnungsträger für die kommenden Jahre.
Natürlich verschwinden die Risiken dadurch nicht über Nacht. Patentabläufe wichtiger Medikamente wie Xarelto oder Eylea belasten weiterhin das Pharmageschäft. Hinzu kommen die Abhängigkeit der Agrarsparte von Wetter- und Rohstoffzyklen sowie die Tatsache, dass rechtliche Risiken in den USA trotz der jüngsten Erfolge noch nicht vollständig beseitigt sind.
Sollte es dem Management jedoch gelingen, die Glyphosat-Thematik endgültig zu entschärfen und gleichzeitig die operative Entwicklung weiter zu stabilisieren, könnte Bayer nach Jahren der Unsicherheit wieder stärker über Innovationen und Wachstum bewertet werden – und nicht ausschließlich über Rechtsrisiken.
Bayer kann durchaus auch künftig eine Aktie bleiben, die starke Nerven verlangt. Wer sich nach der kräftigen Kurserholung nicht auf ein Direktinvestment in die Bayer-Aktie festlegen möchte, könnte einen Blick auf die neue DekaBank 8,10 % Bayer Aktienanleihe 08/2027 (ISIN: DE000DK1KLG3) werfen. Gerade in einer Phase, in der die operative Entwicklung wieder Hoffnung macht, gleichzeitig aber noch Unsicherheiten bestehen, können Sie sich so bis Sommer 2027 in eine attraktiv verzinste Warteposition bringen.
8,10 Prozent Zinsen bei 15 Prozent Risikopuffer
Die DekaBank 8,10 % Bayer Aktienanleihe 08/2027 (WKN DK1KLG) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 8,10 Prozent p.a. bezogen auf den Nennbetrag von 1.000 Euro. Die Zinsen gibt es auf jeden Fall. Damit aber die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss der Schlusskurs der Bayer-Aktie am Bewertungstag (30.07.2027) mindestens 85 Prozent des Startwerts betragen. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 03.08.2026. Damit bietet die Aktienanleihe einen Risikopuffer von 15 Prozent.
Liegt der Schlusskurs der Bayer-Aktie jedoch darunter, drohen Verluste bei der Rückzahlung. In diesem Fall wird nicht der Nennbetrag von 1.000 Euro ausgezahlt. Anlegende erhalten stattdessen Bayer-Aktien – dabei „zahlen“ sie den Basispreis von 85 Prozent des Startwerts, wobei der Gegenwert der Aktie zu diesem Zeitpunkt geringer ist. Zudem sollten Sie bedenken, dass eine Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko unterliegt. Im Klartext heißt das, dass im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Betrags drohen.
Die Zeichnung läuft vom 13.07.2026 bis 03.08.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

Mehr Informationen:
1 www.deutscher-zertifikatepreis.de/gewinner-2025/
2 www.scopeexplorer.com/scope-awards/2026/certificate/winners
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Sollten Kurse / Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse / Preise. Die hier genannten Werte dienen der Erläuterung des Auszahlungsprofils dieses Finanzinstruments. Die Werte sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Verkaufsbeschränkung: Auf besondere Verkaufsbeschränkungen und Vertriebsvorschriften in den verschiedenen Rechtsordnungen wird hingewiesen. Insbesondere dürfen die hierin beschriebenen Finanzinstrumente weder innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika noch an bzw. zugunsten von U.S.-Personen zum Kauf oder Verkauf angeboten werden.
Die Autorin, Charlotte Luise Neugebauer, ist Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung bei der DekaBank.




