Gold: Die 4.000-Dollar-Zone bleibt kaufenswert
Gold fiel im Future zeitweise unter 4.000 Dollar und erholte sich anschließend um rund 0,7 Prozent. Die Zone um 4.000 Dollar bleibt eine wichtige Unterstützung mit Potenzial Richtung 4.400 bis 4.500 Dollar.
Martin Goersch
Was bewegt den Goldpreis?
Der Goldpreis steht zwischen Unterstützung und Gegenwind. Auf der einen Seite bietet die Zone um 4.000 Dollar ein interessantes Niveau für Positionierungen bis Jahresende. Auf der anderen Seite belasten steigende US-Renditen und ein stärkerer Dollar.
Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen bewegt sich seit längerer Zeit in einer großen Dreieckskonsolidierung. Die untere Begrenzung liegt bei rund 3,8 bis 3,9 Prozent, die obere bei etwa 4,7 bis 4,8 Prozent. Zuletzt stiegen die Renditen wieder über Zwischenhochs bei 4,58 Prozent. Der Ölpreisanstieg rund um die Risiken in der Straße von Hormus verstärkt die Sorge vor neuer Inflation und damit vor höheren Zinsen.
Auch der Dollarindex wirkt als Gegenfaktor. Ein weiter steigender Dollar belastet Gold, weil das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer wird. Entscheidend bleibt deshalb, wie sich Ölpreise, Inflationserwartungen und US-Renditen in den nächsten Wochen entwickeln.
Charttechnik
Die Marke von 4.000 Dollar bleibt die zentrale Unterstützung. Ein Halten dieser Zone eröffnet ein Szenario Richtung 4.400 bis 4.500 Dollar. Zum Jahresende kommt zusätzlich eine saisonal starke Phase für Gold hinzu.
Martins Einschätzung
Gold bietet auf dem aktuellen Niveau eine attraktive Ausgangslage. Die Risiken durch Renditen und Dollar bleiben real, doch die Unterstützung um 4.000 Dollar und die saisonale Stärke sprechen für eine konstruktive Sicht.


