
Der auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegene Ölpreis dürfte am Dienstag auf die Kurse am deutschen Aktienmarkt drücken. Die Ankündigung einer Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe und einer Gebühr für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus durch US-Präsident Donald Trump trieb den Brent-Ölpreis über Nacht auf rund 85 US-Dollar nach oben.
Der Broker IG berechnete den deutschen Leitindex Dax am frühen Morgen 0,6 Prozent niedriger auf knapp 25.000 Zähler. Damit verbleibt das Börsenbarometer in der jüngsten Handelsspanne, die von etwa 24.800 bis knapp 25.300 Punkten reicht.
Bereits am Vortag hatte der Dax sich trotz des Krieges in Nahost robust präsentiert. Die Finanzmärkte seien zuletzt von der Einschätzung "fragiler Arbeitsbeziehungen" zwischen den USA und dem Iran zu einer "heiklen Konfrontation mit wenig Aussichten auf einen Kompromiss" umgeschwenkt, schrieb Marktexperte Stephen Innes. Der Ölpreis preise folglich eine geopolitische Risikoprämie ein.
US-Börsen müssen Verluste hinnehmen
Die US-Aktienmärkte haben am Montag aufgrund weiter zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran nachgegeben. Technologiewerte standen angesichts enormer Kursgewinne infolge der KI-Euphorie besonders unter Druck. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,26 Prozent tiefer bei 52.498 Punkten. Der marktbreite S&P 500 büßte 0,8 Prozent auf 7.515 Zähler ein. Für den Nasdaq 100 ging es um rund zwei Prozent auf 29.264 Punkte abwärts.
Asiatische Märkte stabilisieren sich
Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben sich am Dienstag trotz des fortgesetzten Krieges zwischen den USA und dem Iran und dem dadurch ausgelösten abermaligen Ölpreisanstieg recht robust präsentiert. Der chinesische CSI-300 stieg zuletzt um 1,6 Prozent, während der Hongkonger Hang Seng um rund 0,4 Prozent zulegte.
Die südkoreanische Börsen, die auch am Vortag unter starken Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien gelitten hatte, stabilisierte sich. Der südkoreanischen Kospi zog um gut ein Prozent an. Der japanischen Nikkei 225 erholte sich mit einem Plus von 0,4 Prozent etwas vom schwachen Montag.
Renten
Devisen
Rohöl
Umstufungen von Aktien
- BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR BAYER AUF 60 (50) EUR - 'OVERWEIGHT'
- BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR KNORR-BREMSE AUF 92 (90) EUR - 'UNDERWEIGHT'
- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR VINCORION AUF 27 (26) EUR - 'BUY'
- GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR DEUTSCHE BÖRSE AUF 273 (266) EUR - 'NEUTRAL'
- GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR LUFTHANSA AUF 7,50 (6,60) EUR - 'SELL'
- JEFFERIES HEBT FRIEDRICH VORWERK AUF 'HOLD' (UNDERPERFORM) - ZIEL 65 EUR
- JEFFERIES HEBT SALZGITTER AUF 'BUY' (HOLD) - ZIEL 66 (55) EUR
- JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR FRAPORT AUF 90 (95) EUR - 'BUY'
- JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR FRAPORT AUF 82 (85) EUR - 'OVERWEIGHT'
- UBS HEBT ZIEL FÜR TRATON AUF 39 (38) EUR - 'BUY'
- WDH/JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR AIRBUS AUF 240 (225) EUR - 'OVERWEIGHT'
(mit Material von dpa-AFX)
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