BASF: Wieso mir die Aktie nach den Zahlen besser gefällt
BASF hat mit vorläufigen Quartalszahlen positiv überrascht. Umsatz, Ergebnis und Jahresprognose sprechen für eine bessere Ausgangslage als noch vor wenigen Wochen.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
MWB Research hat BASF von Halten auf Kaufen hochgestuft und das Kursziel von 52 auf 55 Euro angehoben. Der Auslöser sind starke vorläufige Zahlen für das zweite Quartal. Der Umsatz lag bei 17,2 Milliarden Euro und damit über den erwarteten 16,5 Milliarden Euro.
Auch das operative Bild hat sich verbessert. Das Ebitda stieg um 50 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und übertraf die Erwartung von 2,1 Milliarden Euro. Preissteigerungen von rund elf Prozent und ein Mengenplus von sieben Prozent glichen negative Währungseffekte mehr als aus.
Bei den Segmenten überzeugten vor allem Materials, Industrial Solutions und Agriculture Solutions. Chemicals blieb dagegen schwächer als erwartet. BASF hob die Ebitda-Prognose für 2026 von 6,2 bis sieben Milliarden Euro auf 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an.
Charttechnik
Die Aktie bewegt sich weiter in einer langfristigen Seitwärtsrange. Gleichzeitig zeigen sich seit gut einem Jahr steigende Tiefpunkte. Solange diese Trendlinie hält, bleibt ein Lauf in Richtung 54 bis 55 Euro realistisch.
Einschätzung
Der unveränderte Free-Cashflow-Ausblick und ein schwacher Free Cashflow im zweiten Quartal bremsen die Euphorie. Dennoch wirkt BASF nach den Zahlen deutlich interessanter. Am unteren Rand des kurzfristigen Aufwärtstrends ist die Ausgangsbasis besser als zuvor.

