Warum ich die SpaceX-Aktie trotz Rücksetzer meide
SpaceX fiel unter den IPO-Preis von 135 Dollar. Der Startabbruch bei Starship V3 belastet zusätzlich, ändert aber wenig am langfristigen Entwicklungsbild.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
SpaceX startete nach dem Börsengang bei 150 Dollar in den Handel und stieg zeitweise deutlich über 200 Dollar. Inzwischen liegt die Aktie unter dem IPO-Preis von 135 Dollar. Damit läuft die erwartete Ernüchterung nach der anfänglichen Euphorie.
Zusätzlich belastete ein Startabbruch beim neuen Starship V3. Zwei Triebwerke zündeten offenbar nicht. SpaceX brach den Vorgang rechtzeitig ab, sodass keine größeren Schäden entstanden. Für ein Entwicklungsprogramm ist ein solcher Abbruch kein ungewöhnliches Ereignis.
Die Bewertung bleibt das zentrale Problem. SpaceX lässt sich schwer mit klassischen Kennzahlen einordnen. Wer sehr langfristig an Elon Musk, Raumfahrt, Satellitensysteme, Startdienstleistungen und mögliche Rechenzentrums-Anwendungen glaubt, kann Rücksetzer als Einstiegschance sehen. Dafür müssen Anleger aber hohe Volatilität akzeptieren.
Einige Szenarien sehen langfristig Kurse von 400, 500 oder sogar 600 Dollar. In diesem Fall wäre es weniger entscheidend, ob der Einstieg bei 130 oder 100 Dollar gelingt. Gestaffelte Käufe können in einem solchen Wert sinnvoller sein als der Versuch, den exakten Tiefpunkt zu treffen.
Martins Einschätzung
SpaceX bleibt zu schwer bewertbar. Die langfristige Fantasie ist groß, doch das Risiko und die Volatilität sind ebenso hoch. Für ein eigenes Investment reicht die Bewertbarkeit nicht aus.




