
Der Dax hat am Montag anfängliche Verluste im frühen Handel wieder ausgeglichen. Nach der ersten Handelsstunde notierte der deutsche Leitindex mit 24.862 Punkten rund 0,13 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs von Freitag.
Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,5 Prozent auf 31.708 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,2 Prozent.
In Frankfurt kehrten wegen der steigenden Energiepreise die Sorgen der Anleger vor einer Verlängerung der konjunkturellen Delle zurück, schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. Die Ölpreise wiederum legten wegen des sich weiter verschärfenden Iran-Kriegs erneut zu.
Im Nahen Osten wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik.
Fresenius-Kurs steigt nach Kaufempfehlung
Ein optimistischer Ausblick der Analysten der Deutschen Bank auf die Quartalszahlen von Fresenius hat die Aktien des Gesundheitskonzerns am Montag angetrieben. Ihr Kurs stieg im frühen Handel um rund zwei Prozent auf 42,54 Euro.
Damit setzt sich der Anfang Juni gestartete Aufwärtstrend fort, der zuletzt lediglich durch eine kleinere Konsolidierung gebremst worden war. Das Anfang Juli erreichte Hoch seit April knapp über 44 Euro rückt wieder in den Fokus. Darüber wartet dann bei aktuell 45,28 Euro die 200-Tage-Durchschnittslinie als nächste Chart-Hürde.
Deutsche-Bank-Analyst Falko Friedrichs bestätigte nun seine "Buy"-Empfehlung bei einem Kursziel von 55 Euro. Fresenius dürfte ein gutes zweites Quartal hinter sich haben, wobei eine Erhöhung des Jahresausblicks für das bereinigte Ergebnis je Aktie drin sei, so der Experte. Die Prognosen für das Umsatzwachstum aus eigener Kraft sowie für die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern dürften vorerst unverändert bleiben.
Salzgitter setzt Kursgewinne fort
Die Aktie von Salzgitter setzte ihre Freitagserholung am Montag fort. Zum Wochenschluss hatte ein kurz vor Handelsschluss veröffentlichter, optimistischerer Geschäftsausblick den Aktien kräftigen Rückenwind verliehen.
Nach der ersten Handelsstunde lag die Aktie mit 55,90 Euro rund ein Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag.
Der Stahlkocher hob nach dem ersten Halbjahr und der Komplettübernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) seine Jahresprognosen an. So liegt die neue Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahr 2026 über der bisherigen, durchschnittlichen Analystenschätzung.
Branchenexperte Cole Hathorn vom Investmenthaus Jefferies geht davon aus, dass die Hälfte der Prognoseerhöhung auf die tatsächliche Geschäftsentwicklung zurückgeht und die andere Hälfte auf die HKM-Übernahme.
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