Importflut aus China hält an - Deutsche Exporte brechen ein

Reuters · Uhr
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Berlin, 20. ⁠Jul (Reuters) - Deutschland importiert immer mehr Waren aus China und liefert zugleich deutlich weniger in die Volksrepublik. Von Januar bis Mai wuchsen die Einfuhren um 6,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 72,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag ‌mitteilte. Beim Import blieb China damit Handelspartner Nummer eins. Die deutschen Exporte dorthin brachen dagegen in diesem Zeitraum um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden ⁠Euro ein, ⁠weil vor allem Autos und Maschinen "Made in Germany" weniger nachgefragt wurden. Damit stieg der Importüberschuss im Handel mit China auf 42,8 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Von Januar bis Mai 2025 hatte er nur 33,5 Milliarden Euro betragen.

Wichtigste Importgüter aus der Volksrepublik waren in den ersten fünf Monaten Datenverarbeitungsgeräte, ‌elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 20,2 ‌Milliarden Euro (+4,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum). Es folgen elektrische Ausrüstungen im Wert von 14,3 Milliarden Euro (+5,6 Prozent) und Maschinen für 6,4 Milliarden Euro (+3,8 Prozent).

"Viele Produkte des täglichen ⁠Lebens, aber auch Waren für die Energiewende kommen inzwischen zu einem Großteil aus ‌China", erklärten die Statistiker. Wertmäßig stammten ⁠in den ersten fünf Monaten etwa 81,8 Prozent der nach Deutschland importierten tragbaren Computer, 66,3 Prozent der Smartphones sowie 64,1 Prozent der Lithium-Ionen-Akkus aus China. Zudem kamen 23,5 Prozent der nach Deutschland importierten ‌Pkw mit Elektromotor von dort. Auch ⁠die etwa in der Photovoltaiktechnik verwendeten ⁠Fotoelemente als Module oder in Form von Tafeln kamen zu 86,1 Prozent aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Von Deutschland nach China exportiert wurden hauptsächlich Maschinen (5,8 Milliarden Euro), Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (5,1 Milliarden Euro) und Kraftfahrzeuge bzw. Kraftfahrzeugteile (4,7 Milliarden Euro). Während die Exporte der Datenverarbeitungsgeräte um 0,9 Prozent stiegen, brachen die Maschinenexporte um 17,5 Prozent und die Lieferungen von Kraftfahrzeugen sogar um 26,1 Prozent ein. Schon 2025 insgesamt waren die deutschen ⁠Fahrzeugexporte um 33 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro zurückgegangen.

(Bericht von Rene Wagner, redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion ‌unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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